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Mansell: McLaren muss nächstes Jahr den Titel gewinnen

23. Dezember 2005 - 10:15 Uhr

Der ehemalige Formel-1-Weltmeister über den Erfolgsdruck bei McLaren-Mercedes und die Zukunft von Renault in der Formel 1

Nigel Mansell mit seinen beiden Söhnen
Nigel Mansell hat einen Formel-1-Ausstieg von Renault auf der Rechnung

(Motorsport-Total.com) - Die frühzeitige Bekanntgabe des Wechsels von Weltmeister Fernando Alonso zu McLaren-Mercedes für die Saison 2007 sorgt weiterhin für Schlagzeilen. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo kritisierte den Schachzug im italienischen Fernsehen: "Mir gefallen diese angekündigten Wechsel gar nicht. Das kann Einstellung und Einsatz des ganzen Teams nur schaden. Das zeugt von wenig Moral. Aber Ferrari würde sich nie so verhalten."

Auch Nigel Mansell fragt sich "wo Renault dadurch stehen bleiben wird, und wie dies die Art und Weise beeinflussen wird, in der sie Alonso 2006 behandeln". Zwar sei Renault ehrenhaft und fest entschlossen, kommendes Jahr mit dem Spanier den Titel zu verteidigen, aber "wenn er und Giancarlo Fisichella in der Weltmeisterschaft gleichauf liegen, dann sollte man nicht überrascht sein, wenn 'Fisi' den besseren Motor und die bessere Unterstützung erhält. Das ist einfach vernünftig", so der Brite gegenüber 'nobok.com'.

Der 52-Jährige fragt sich aber auch, wie es überhaupt mit Renault in der Formel 1 weitergehen wird, weil ihr neuer Präsident Carlos Ghosn nicht glaube, dass der Sport einen entsprechenden Gegenwert für das eingesetzte Geld zu bieten hat: "Es ist im Bereich des Möglichen, dass Renault sagt 'Wir haben genug. Wir gehen und legen eine Pause ein'. Das haben sie zuvor getan und sie könnten es wieder machen."

Unter Erfolgsdruck steht nach Ansicht des Weltmeisters von 1992 kommendes Jahr auch McLaren-Mercedes: "2006 wird ein wichtiges Jahr für sie. McLaren hatte gegen Ende diesen Jahres bei weitem das schnellste Auto, es sollte also alles vorhanden sein, um 2006 zu dominieren. Wenn sie kommendes Jahr den Titel nicht gewinnen, dann werden sie beim Versuch, ihn 2007 zu gewinnen, eine noch härtere Zeit haben."

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