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Saisonanalyse Teil 18: Jarno Trulli

Lesen Sie im 18. Teil unserer täglichen Saisonanalyse-Serie den Rückblick auf das Jahr von Toyota-Pilot Jarno Trulli

Jarno Trulli
Trulli musste sich im letzten Rennen noch Ralf Schumacher geschlagen geben
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Jarno Trulli gilt als ewiges Talent, dem der Durchbruch bisher nicht gelungen ist. Zu Beginn seiner Karriere fuhr Trulli im Kart Kreise um seine Konkurrenten, doch für die Formel 1 ist Trulli vielleicht zu sensibel und dem enormen Druck damit nicht gewachsen.

So konnte Trulli an seinen ersten nennenswerten Erfolg in der Formel 1 mit dem Jungfernsieg im vergangenen Jahr beim Großen Preis von Monaco in Monte Carlo nicht mehr anknüpfen. Die Konsequenz: Renault trennte sich vorzeitig von Trulli, der damit drei Rennen vor Saisonende 2004 schon zu seinem neuen Arbeitgeber Toyota wechselte.

An der Seite von Ralf Schumacher hoffte der am 13. Juli 1974 in Pescara geborene Rennfahrer auf einen Aufwärtstrend. Vor allem zu Saisonbeginn hinterließ die Kombination aus Toyota und Jarno Trulli - vor allem im Vergleich zu Ralf Schumacher - tatsächlich einen hervorragenden Eindruck.

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Das Team mit dem größten Budget in der Formel 1 hatte sich über den Winter deutlich steigern können, sowohl Trulli als auch Teamkollege Ralf Schumacher holten in der letzten Saison jeweils mehr WM-Punkte als das Team in seiner gesamten Formel-1-Historie zusammen.

Jarno Trulli
In Malaysia sicherte sich Jarno Trulli einen von zwei zweiten Plätzen
© xpb.cc

So stand der Rennfahrer aus Pescara in Malaysia und Bahrain als Zweiter auf dem Podium, wurde in San Marino Fünfter und kletterte in Barcelona als Dritter erneut auf das Treppchen. Auch in der zweiten Saisonhälfte punktete der Rennfahrer aus Pescara, so wurde er in Ungarn Vierter, in Frankreich und Italien Fünfter und beim Großen Preis der Türkei Sechster.

Hatte Teamkollege Ralf Schumacher zu Saisonbeginn Probleme mit dem Auto, so war es gegen Saisonende Jarno Trulli nach der Einführung des TF105B. In den letzten vier Rennen war ein 13. Platz das beste Ergebnis, wohingegen Ralf Schumacher zwei Mal Achter, ein Mal Siebter wurde und die Saison als Dritter mit einem Highlight beenden konnte.

Jarno Trulli und Takuma Sato
In Japan rutschte Trulli im Quali aus, im Rennen wurde er abgeschossen
© xpb.cc

Unbestritten sind die Fähigkeiten von Jarno Trulli im Qualifying, wo ihm keiner so schnell etwas vormachen kann. Doch mit dem TF105B wollte auch das nicht mehr so recht klappen. So drehte er sich in Suzuka mit seinem Arbeitsgerät von der Strecke, das er anschließend als unfahrbar abstempelte. Dennoch hatte er im Qualifying-Stallduell die Nase mit 20:4 (das zweigeteilte Qualifying zu Saisonbeginn ist hier mit berücksichtigt) deutlich vorn.

In der vergangenen Saison konnte sich Jarno Trulli jedoch nur eine Pole Position sichern. Mit dem Wissen, dass man wegen der Reifenprobleme, die Partner Michelin zu beklagen hatte und die Ralf Schumachers schweren Unfall verursachten, beim Großen Preis der USA nicht ins Rennen starten kann, schickte das Team seinen Fahrer in Indianapolis ultraleicht auf die Strecke, um sich die Pole zu sichern.

Gerade bei Renault hatte sich immer wieder gezeigt, dass Trulli im Qualifying eine geniale Runde aus dem Hut zaubern kann, im Rennen dann aber - vor allem im letzten Renndrittel - massiv einbricht und sich auch schon mal von den Gegnern überrumpeln lässt. Immerhin hatte Trulli in diesem Jahr die Nase acht Mal vor Ralf Schumacher, wenn beide das Ziel sahen, umgekehrt lag Ralf Schumacher fünf Mal vorn.

Jarno Trulli
In Kanada musste Trulli mit Bremsproblemen aufgeben
© xpb.cc

Insgesamt hatte der 31-Jährige in der vergangen Saison neben dem Startverzicht in den USA drei Ausfälle zu beklagen. In Kanada verweigerten die Bremsen ihren Dienst und in Belgien krachte Trulli bei einem verpatzten Überholversuch auf feuchter Strecke in die Streckenbegrenzung.

Viel schlimmer aber war der Abschuss durch Takuma Sato im vorletzten Saisonrennen, dem die schlechteste Platzierung des Jahres - ein 15. Rang - beim Saisonfinale in China folgte. Dort sicherte sich Teamkollege Ralf Schumacher den dritten Platz und überholte Trulli mit 45:43 Punkten in der WM-Wertung, wo Trulli damit auf dem siebten Rang zu finden ist.

Analyse der 'F1Total.com'-Experten:

Marc Surer: "Jarno Trulli ist im Qualifying sauschnell, hat auch ein paar Superrennen gezeigt. Er ist also zweifellos dran an der Spitze, aber manchmal hat ein seine Performance aus dem Qualifying nicht umgesetzt. Das ist typisch für ihn. Ein paar Mal hat er zwar das Gegenteil bewiesen, aber seine Stärke ist und bleibt in erster Linie das Qualifying."

Hans-Joachim Stuck: "Trulli ist ein Kaliber wie Ralf Schumacher, gar keine Frage. Ich stelle die beiden auf einen Sockel. Wichtig ist vor allem, dass sie Toyota gemeinsam nach vorn bringen. Das einzige Problem ist, dass Trulli ein anders abgestimmtes Auto braucht als Ralf, aber das muss nicht so schlecht sein, denn je spezifischer sich ein Team auf einen Fahrer abstimmt, desto schwieriger wird es für die Gesamtentwicklung."

Statistiken zu Jarno Trulli Saison

Fahrerwertung: 7. mit 43 WM-Punkten (Gesamtübersicht)
Anzahl der gefahrenen Rennen: 18 (Gesamtübersicht)
Anzahl der Pole Positions: 1 (Gesamtübersicht)
Durchschnittlicher Startplatz: 6,1 (Gesamtübersicht)
Anzahl der schnellsten Rennrunden: 0 (Gesamtübersicht)
Bestes Ergebnis Qualifying: 1. (USA)
Bestes Ergebnis Rennen: 2. (Malaysia, Bahrain)
Gefahrene Führungsrunden: 4 (Gesamtübersicht)
Ausfallrate: 16,7 Prozent (Gesamtübersicht)
Testtage: 26 (Gesamtübersicht)
Testkilometer: 10.181 (Gesamtübersicht)
Test-Tagesbestzeiten: 0 (Gesamtübersicht)

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