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Montezemolo wegen neuer Regeln optimistisch für 2006

20. November 2005 - 13:17 Uhr

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo glaubt, dass sein Team nach einem Jahr Ruhepause 2006 wieder in den Titelkampf eingreifen wird

Luca di Montezemolo und Jean Todt
Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo im Gespräch mit Teamchef Jean Todt
© Ferrari

(Motorsport-Total.com) - Nach sechs Konstrukteurstiteln en suite musste sich Ferrari 2005 erstmals seit 1993 mit einer Saison ohne Grand-Prix-Sieg zufrieden geben, sieht man einmal vom Geisterrennen in Indianapolis ab. In der Formel 1 ist es durchaus nicht unüblich, dass eine Dominanz einmal ein abruptes Ende nimmt - und nach Jahren des Erfolgs stellte sich eben auch in Maranello so etwas wie Müdigkeit ein.

Nächstes Jahr soll aber wieder der Normalzustand zurückkehren: "Ich erwarte 2006 mit Angst, aber auch mit mehr Optimismus als 2005, denn nach einem Niederlagenjahr muss es eine Reaktion geben", erklärte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo gegenüber der 'Gazzetta dello Sport'. "Die neuen Regeln erinnern wieder mehr an die Formel 1 als an Langstreckenrennen und Reifenmeisterschaften. Eine Pause von einem Jahr nach so vielen Siegen kann gesund für uns, unser Personal und die Zulieferer - den Reifenlieferanten eingeschlossen - sein."

Für Ferrari spricht in erster Linie das Comeback der Reifenwechsel, denn mit den langlebigen Pneus hatte Bridgestone in der zurückliegenden Saison massive Schwierigkeiten. Die Rückkehr zur Situation von 2004 sollte den Japanern entgegenkommen, schließlich kann zumindest zum Teil auf Daten aus der erfolgreichen Vergangenheit zurückgegriffen werden. Obendrein erhält das Bridgestone-Lager mit Toyota und Williams prominente Unterstützung.

Davon abgesehen ist Montezemolo davon überzeugt, dass der Siegeshunger nun wieder in Maranello Einzug halten wird: "Ein Jahr ist mehr als genug - wir müssen wieder auf die Siegerstraße zurückkehren", gab er zu Protokoll. "Das ist schließlich auch der Wunsch unserer Fans, die sich vielleicht ein bisschen entspannt haben, genau wie übrigens auch ein paar Leute bei Ferrari - womöglich inklusive des Präsidenten..."

Zur Vertragsverlängerung mit Michael Schumacher, der nur noch bis Ende 2006 an den Traditionsrennstall gebunden ist, wollte sich der 58-Jährige nicht konkret äußern: "Es gibt jemanden, der sich entscheiden muss, ob er bleiben will. Ich hoffe, dass er bleibt - und wir werden ihn diese Entscheidung in Ruhe treffen lassen. Demnächst werden wir evaluieren, was wir 2007 tun wollen. Im Moment denke ich aber nur an 2006", hielt er fest.

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