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Michael: "Williams und Head investieren jeden Cent"

Sam Michael kritisiert Eddie Jordans "Einsteckmentalität" und blickt der kommenden Saison optimistisch entgegen

Sam Michael, Technischer Direktor von WilliamsF1
Sam Michael spielt den Kritik-Ball an Eddie Jordan zurück
© HP

(Motorsport-Total.com) - Eddie Jordan mag sein Team zwar Anfang des Jahres an Midland verkauft haben, doch immer wieder mischt sich der Ire in die Diskussionen in der Formel 1 mit ein. So sagte der 57-Jährige vor einiger Zeit, dass er damit rechnet, dass Williams in der Versenkung der Formel 1 verschwinden wird, was sich tatsächlich bewahrheitet hat.

Doch Sam Michael, der während den erfolgreichen Jahren der "Gelben" für Eddie Jordan gearbeitet hat, lässt die Kritik seines Ex-Chefs an seinem jetzigen Arbeitgeber kalt: "Der große Unterschied zwischen Frank Williams und Eddie Jordan ist der, dass Frank Williams in sein Unternehmen investiert hat und Eddie nicht", so der Technische Direktor des Williams-Team in einem Interview mit 'Autosport-Atlas'.

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David Coulthard und Eddie Jordan
Eddie Jordan steckte sich gern Geld in die eigene Tasche
© xpb.cc

Nach Ansicht des Australiers hätte Eddie Jordan in seinen erfolgreichen Jahren 1998 und 1999 in seinen Rennstall investieren müssen: "Er hat sich dazu entschieden, das nicht zu tun. Wenn man Frank Williams anschaut, so hat er keine Boote in Spanien, keine spanischen Villen und all dieses Zeugs. Jeden Cent, den Frank und Patrick in der Formel 1 verdient haben, haben sie reinvestiert."

Sam Michael glaubt, dass seine beiden Chefs sich dem Team sogar noch mehr widmen als jemals zuvor. Dafür spricht, dass der querschnittsgelähmte Frank Williams sogar seinen Privatjet verkaufte, um den neuen Windkanal zu finanzieren, und Patrick Head nicht mehr mit dem Hubschrauber von zuhause in das Büro fliegt.

"Schlussendlich ist er derjenige, der es verzockt hat und Frank ist immer noch dabei."
Sam Michael

"Es ist für Eddie sehr einfach, von außen die Kritik an uns heranzutragen. Schlussendlich ist er derjenige, der es verzockt hat und Frank ist immer noch dabei. Es gibt viele Veränderungen, aber man muss erst einmal abwarten, wo Frank in ein paar Jahren steht", so Michael, der damit die Worte von Ralf Schumacher untermauert, der vor einiger Zeit ebenfalls seinen ehemaligen Arbeitgeber Eddie Jordan kritisiert hat, dass er viel Geld aus seinem Team in die private Tasche steckte.

Dass man Werkspartner BMW verliert und auf Cosworth setzen muss, stellt nach Ansicht von Sam Michael kein Problem dar, da Cosworth alles geben wird, um das Team davon zu überzeugen, 2007 nicht auf Toyota-Motoren zu setzen sondern mit den Briten weiterzumachen. Zudem arbeite man mit Cosworth eng in anderen Bereichen wie dem Getriebe und der Elektronik zusammen: "Wir wollten nicht nur Geld zahlen und Motoren bekommen. Natürlich braucht das zusätzlich Geld, darum kümmern wir uns gerade. Aber wir wollen kommendes Jahr definitiv ein besseres Team aufstellen."

Der Umstieg zu einem Motorenlieferanten, den man bezahlen muss, bringe auch Vorteile mit sich: "Sie sind nur daran interessiert, den besten Motor zu bauen und sie wollen von uns, dass wir ihnen das beste Auto bauen, denn kommendes Jahr wollen sie Grands Prix und die Meisterschaft gewinnen und das ist für beide Unternehmen gültig."

"Wir konzentrieren uns darauf 2006 die Weltmeisterschaft zu gewinnen."
Sam Michael

Für das kommende Jahr verfüge man nicht zuletzt wegen der Inbetriebnahme des zweiten Windkanals über "massiv mehr Potenzial": "Wir haben viel weniger Ausreden und wir müssen so schnell wie möglich an die Spitze kommen. Wir wollen sicherstellen, dass wir wieder Rennen gewinnen. Wir versuchen 2006 die Meisterschaft zu gewinnen." Auch alle Partner des Teams, hätten diese Absicht: "Wir sind nicht dabei, um Aufbaujahre für 2007 oder 2008 zu betreiben. Wir konzentrieren uns darauf 2006 die Weltmeisterschaft zu gewinnen."

Sam Michael ist sich jedoch bewusst, dass hierfür ein "gewaltiger Schritt nach vorn" gemacht werden muss, denn 2005 beendete man die Saison bekanntlich nur auf dem fünften Rang: "Selbst von Ferrari sind wir in ihrem Abstiegsjahr geschlagen worden und auch von den relativen Neulingen Toyota. Williams hat zu Beginn Podiums geholt und es sah nach einer starken Vorstellung aus, aber dann sind wir zurückgefallen."

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