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Toyota: Trendwende zugunsten von Ralf Schumacher?

Bisher war Jarno Trulli der überlegene Toyota-Pilot, doch mit dem neuen TF105B trumpft plötzlich auch Ralf Schumacher wieder groß auf

Jarno Trulli
Jarno Trulli ist vom neuen Toyota TF105B momentan noch nicht allzu angetan
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Bis zum Grand Prix von Japan waren die Fronten bei Toyota relativ klar: Zwar streifte Ralf Schumacher in etwa das doppelte Gehalt von Jarno Trulli ein, doch auf der Rennstrecke hatte sein italienischer Teamkollege meistens das bessere Ende für sich - eine 20:2-Bilanz im Qualifying untermauerte dies. Seit Suzuka zeichnet sich jedoch eine Trendwende ab.

Schumacher war im Rennen ohnehin immer näher am Italiener dran als auf eine einzelne schnelle Runde, weshalb er vor dem Saisonfinale nur noch vier WM-Punkte weniger auf seinem Konto hat, doch der Speed hat beim Deutschen - gemessen an den Erwartungen - nie ganz gestimmt. Hintergrund dessen waren die Fahreigenschaften des TF105, die eher auf Trullis Lenkradakrobatik zugeschnitten waren als auf jene Schumachers.

Schumacher mag den TF105B, Trulli nicht...

Mit der Einführung des TF105B hat sich das jedoch geändert: "Das Auto hat einfach mehr Grip auf der Vorderachse. Es lenkt halt ein - das andere nicht", so Schumacher gegenüber 'Motorsport aktuell'. "Der Wagen fährt von alleine. Eigentlich müsste er nicht B, sondern A heißen - wie Autopilot." Prompt lieferte der 30-Jährige in Suzuka eine Pole Position ab, wenngleich er während des Rennens aufgrund einer unglücklichen Strategie bis auf Platz acht durchgereicht wurde.

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Ganz im Gegensatz dazu konnte sich Trulli mit dem TF105B noch überhaupt nicht anfreunden: "Der Vorderwagen ist mir viel zu nervös. Ich spüre ihn jetzt gar nicht mehr. Mal habe ich Grip, mal habe ich keinen. Das macht mich verrückt", schimpfte der 31-Jährige, der im Qualifying neben der Strecke landete - und danach naturgemäß noch weniger begeistert war: "So ist das eben, wenn man sein eigenes Auto nicht fahren kann", ätzte er.

Dass die beiden Toyota-Piloten derart geteilter Meinung sind, was den TF105B angeht, ist nicht weiter verwunderlich, schließlich sind ihre Fahrstile komplett unterschiedlich. Für Schumacher, der bisher im teaminternen Duell alt ausgesehen hat, könnte damit eine neue Zeitrechnung anbrechen, denn das derzeitige Modell wird nicht nur beim Saisonfinale in China gefahren, sondern soll auch die Entwicklungsrichtung für die Wintertests und die Saison 2006 vorgeben.

Trulli muss sich mit der neuen Richtung erst anfreunden

Mike Gascoyne, Technischer Direktor von Toyota, glaubt aber, dass sich auch Trulli an den TF105B gewöhnen wird: "Jarno fuhr das ganze Jahr über mit einem Auto, das er kennt. Auf das neue Modell konnte er sich nur einen Testtag lang einschießen", sagte er der 'Motorsport aktuell'. "Er geht aber im Verlauf eines Rennwochenendes bei der Abstimmung generell nicht von dem weg, mit dem er einmal begonnen hat. Das werden wir sicher in den Griff kriegen."

"Beim Testen war er im Dauerlauf deutlich schneller, aber eben erst ab der zweiten Runde. In der ersten Runde brachte er nie die Zeit hin wie mit dem alten Auto", fügte der Brite an - und brachte damit die Wohl größte Stärke des TF105B auf den Punkt: Weil die Vorderachse stabiler ist und die Reifen weniger verschleißt, kann die Pace auf längere Distanzen besser gehalten werden, was sich auf das gesamte Rennen positiv auswirken sollte.

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