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Ferrari-Präsident empfindet sieglose Phase als "zu lang"

24. Oktober 2005 - 09:48 Uhr

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo bedankt sich bei Rubens Barrichello, wettert gegen das Reglement und hofft auf 2006

Jean Todt und Luca di Montezemolo
Jean Todt und Luca di Montezemolo: Es gibt viel zu tun...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Zusammen mit Michael Schumacher, Rubens Barrichello, Ferrari-Rennleiter Jean Todt, Vize-Präsident Piero Ferrari und Fiats Vize-Präsident John Elkann feierte Ferrari am Sonntag in Mugello bei den Ferrari World Finals 2005 die abgelaufene Saison.

"Es ist ein Tag zum Feiern", so der Italiener. "Wir feiern sowohl unsere wirtschaftlichen als auch unsere kommerziellen Ergebnisse, die wir in diesem Jahr erreicht haben", so Montezemolo - einen Titel in der Formel 1 gab es in diesem Jahr nicht zu bejubeln.

Dafür steht der Edelsportwagenhersteller aus Maranello kurz davor, den Absatzrekord zu schlagen. Vor allem in den USA, dem wichtigsten Markt, konnte man deutlich zulegen: "Wir haben in den USA noch nie so viel verkauft, wie wir das 2005 getan haben."

Michael Schumacher und Rubens Barrichello begeisterten die Zuschauer mit Demorunden, Boxenstopps und Burnouts. Unterdessen bedankte sich Montezemolo bei Barrichello, der seinen letzten offiziellen Auftritt für seinen Arbeitgeber hatte, bevor er im neuen Jahr seine Arbeit für Honda aufnehmen wird.

Dank an Rubens Barrichello

"Ich habe besondere Erinnerungen an drei Rennen, die für das Unternehmen viel bedeutet haben: Deutschland 2000, als er von hinten im Feld gewann, Monza 2002 und letztes Jahr in China. Rubens war immer ein fundamentaler Teil der Ferrari-Familie. Michael stand immer an der vordersten Linie und hat bewiesen, dass wir ein wahres Team sind, das auch in schwierigen Zeiten eng zusammen hält."

Kritik am aktuellen Reglement

Montezemolo nutzte noch einmal die Möglichkeit, einen Tag vor der Sitzung der Formel-1-Kommission in London gegen das aktuelle Reglement zu poltern: "Ich mag die Regeln nicht. Sie sind in Bezug auf die Reifen gefährlich, so wie wir das in diesem Jahr häufig gesehen haben. Im Interesse des Sports, der Sicherheit und dem Respekt vor der Öffentlichkeit hoffe ich, dass die neuen Regeln mehr im Sinne des Formel-1-Geistes sind."

Ferrari will zurückschlagen

Abschließend gratulierte der 58-Jährige noch Gegner Renault: "Ich möchte Renault, Fernando Alonso und Flavio Briatore für einen großartigen und einen verdienten Sieg mein Kompliment aussprechen. Was passiert ist, wurde beinahe schon vergessen, denn die Herausforderung ist das einzige in unserer DNA. Wir werden zurückschlagen, um mit der Unterstützung unserer Partner wieder an die Spitze in einer Formel 1 zu kommen, in der die Reifen absolut im Mittelpunkt stehen. Die sieglose Phase hat nach unserem Geschmack zu lange gedauert."

Auch Ferrari-Rennleiter Jean Todt musste eher tröstende Worte sprechen: "Dieses Jahr war etwas anders, es war ein Jahr, in dem wir nicht besser sein konnten als der dritte Rang in der Konstrukteurs- und Fahrerweltmeisterschaft. Wir spüren den großen Enthusiasmus und die enorme Zuneigung unserer Fans, aber es ist klar, dass sie es vorziehen, Ferrari siegen zu sehen."

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