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FIA-Präsident Mosley plant radikales Heckflügel-Konzept

24. Oktober 2005 - 09:29 Uhr

FIA-Präsident Max Mosley will die Formel-1-Kommission heute überzeugen, schon 2007 auf radikale Reglementänderungen zu setzen

Max Mosley
Max Mosley will das Überholen in der Formel 1 deutlich erleichtern
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - FIA-Präsident Max Mosley wird sich heute mit den anderen Vertretern der Formel-1-Kommission in London zusammensetzen, um endgültig über einen neuen Qualifying-Modus für die Formel-1-Saison 2006 abzustimmen. Auf der Agenda stehen zudem die Abstimmung über eine Wiedereinführung von Reifenwechseln während der Rennen, die Abschaffung der Freitagstestfahrer sowie der Ersatzwagen.

Doch der Brite hat nach Informationen des 'Guardian' einmal mehr einen radikalen Vorschlag im Gepäck, den er der Formel-1-Kommission (bestehend aus zwölf Vertretern der Teams, acht Vertretern der Rennveranstalter, zwei Vertretern der Sponsoren, zwei Vertretern der Reifen- und Motorenhersteller, sowie FIA-Präsident Max Mosley und Formel-1-Chef Bernie Ecclestone) präsentieren möchte.

Demnach will der FIA-Präsident in der Formel 1 ein radikal neues Heckflügelkonzept einführen, welches das Resultat der durch Halbleiterhersteller 'AMD' unterstützten Studie ist, in der man derzeit untersucht, wie man die Rennen in der Formel 1 aufregender gestalten kann, indem das Überholen erleichtert wird.

So soll der Heckflügel dafür sorgen, dass hinterherfahrende Autos nicht Turbulenzen fahren und so den Abtrieb an der Vorderachse verlieren, wie das in der aktuellen Formel 1 der Fall ist. Fahrer können so dem Vordermann auch in Kurven dicht folgen, was Grundvorrausetzung dafür ist, dass am Ende der folgenden Gerade überholt werden kann.

"Mit dem CDG wing (Centreline downwash generating, zu Deutsch in etwa: Abwind generierende Mittellinie; Anm. d. Red.) können wir den Motorsportfans exakt das geben, was sie verlangt haben: Rad-an-Rad-Rennen mit viel mehr Überholmanövern", wird Mosley vom 'Guardian' zitiert.

Mosley will zudem wieder Slicks einführen, die Ende 1997 verboten wurden, um die mechanische Haftung zu reduzieren und damit die Kurvengeschwindigkeiten zu senken. In den Augen des Briten werden die Autos durch die Einführung von V8-Motoren jedoch genug eingebremst, um die profillosen Pneus wieder einsetzen zu können, die das Überholen ebenfalls erleichtern würden.

"Wir hoffen, dass die Teams mit uns zusammenarbeiten werden, um diese radikal neue Idee zu optimieren, sodass die aerodynamischen Vorteile 2007 in die Formel 1 eingeführt werden können und wir nicht bis 2008 warten müssen", so Mosley weiter.

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