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Weber: "Michael zu Mercedes? Blödsinn!"

22. August 2005 - 11:41 Uhr

Willi Weber dementiert Gerüchte um einen Schumacher-Wechsel zu den "Silberpfeilen" - Karriereende bei Ferrari weiterhin fest eingeplant

Mansour Ojjeh und Willi Weber
Weber in Istanbul im Gespräch mit Mansour Ojjeh, einem McLaren-Teilhaber
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Als heute Morgen über die 'Bild'-Zeitung das Gerücht veröffentlicht wurde, Michael Schumacher bereite gerade seinen Ausstieg bei Ferrari vor, um nach Vertragsende rechtzeitig vor der Saison 2007 zu McLaren-Mercedes wechseln zu können, war die Verwunderung gemessen an der Tragweite des Berichts relativ gering. Tenor: In der Formel 1 sind schon eigenartigere Dinge passiert...

Dennoch sind die Gerüchte natürlich vorerst nicht mehr als Gerüchte, auch wenn sich Schumacher zuletzt zweimal geheim mit Mercedes-Sportchef Norbert Haug getroffen hat. Letzterer dementierte jedoch einen Flirt mit dem siebenfachen Weltmeister: "Wir haben nur über die Zukunft der Formel 1 gesprochen, nicht über eine gemeinsame. Ich halte es auch eher für ausgeschlossen, das er Ferrari verlässt", erklärte der 52-Jährige der 'Bild'-Zeitung.

Nun schaltete sich via 'Express' auch "Mister 20 Prozent" Willi Weber ein, der nicht viel von einem Wechsel seines Schützlings hält: "Michael zu Mercedes? Blödsinn", so der Manager der Superstars. "Es macht doch überhaupt gar keinen Sinn, zum jetzigen Zeitpunkt seiner Karriere in ein neues Team zu gehen und dort von vorne anzufangen. Da würde es doch um Sachen gehen wie neu einleben, familiäre Strukturen aufbauen und anderes. Rennen fahren ist doch mehr als sich nur ins Auto zu setzen." Inga Stracke

"Michael hat einen Vertrag mit Ferrari bis 2006", stellte Weber noch einmal klar, "und den wird er erfüllen." Für die Zeit danach sei aber noch keine Entscheidung gefallen: "Wenn er dann noch weitermachen will, dann da, wo er jetzt ist. Vielleicht hängt er noch ein Jahr dran mit einem weiteren als Option. Ferrari ist nach wie vor das beste Team - und das wird es 2006 auch wieder sein. 2006 wird Ferrari keine Probleme mehr haben, und Michael wird wieder gewinnen. Wir sind uns da völlig sicher."

Interessant ist in diesem Zusammenhang jedoch, dass der deutsche Starverhandler, der Schumacher als Talent entdeckt und dieses in der Formel 1 in ein Millionenimperium umgewandelt hat, erst kürzlich die Diskussionen über eine Vertragsverlängerung mit Ferrari auf Eis gelegt hat. Ab 2007 - dann bereits als 38-Jähriger - könnte sein Schützling also theoretisch für ein anderes Team an den Start gehen. Bewahrheitet sich tatsächlich eine alte Weisheit? Denn wo Rauch ist, da ist bekanntlich auch Feuer...

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