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Was passiert bei WilliamsF1?

17. August 2005 - 10:12 Uhr

Die Motorenfrage für 2006 ist gelöst, doch die Saison 2005 geht mit BMW Power weiter - Surer: "Partnerschaft versöhnlich beenden"

Nico Rosberg (Williams-BMW FW27)
Marc Surer traut Nico Rosberg einen sofortigen Formel-1-Einstieg zu
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Würfel sind gefallen: WilliamsF1 wird 2006 mit Triebwerken von Cosworth an den Start gehen, die Ehe mit BMW ist damit endgültig geschieden. Doch noch muss das Team für das kommende Jahr konkrete Formen annehmen. Mark Webber stellte sich bereits demonstrativ hinter die Teamführung, hinter der Weiterverpflichtung von Nick Heidfeld steht ein Fragezeichen, das jedoch kleiner ausfällt als jenes, das hinter dem Namen Jenson Button steht.

Für WilliamsF1 wäre das Duo Webber/Button die Wunschkombination, doch der englische Teil dieser Fahrerpaarung erklärte wiederholt, dass er bei BAR-Honda bleiben möchte. Sollte der Wechsel von Button zu WilliamsF1 noch platzen, so stellt sich die Frage, wer als Stammpilot neben Webber fahren sollte. Testfahrer Antonio Pizzonia wäre dabei nur eine Möglichkeit. Auch Nico Rosberg drängt sich mit seinen guten Leistungen in der GP2-Serie auf.

"Nico Rosberg wäre eine Überlegung wert. Der Junge gefällt mir", erklärte 'F1Total.com'-Experte Marc Surer. "Ob es zu früh ist oder nicht, ist schwer zu sagen, oder ob es besser für ihn wäre, noch ein Jahr Testfahrer zu sein. Die Frage ist dann aber, welche Serie er parallel bestreiten soll, wenn er die GP2-Meisterschaft gewinnt. Dann könnte er nur Testfahrer sein, was auch ein bisschen wenig ist, obwohl das Alonso schon mal vorgemacht hat."

"Eine zweite GP2-Saison ist ganz gefährlich, wenn er den Titel gewinnt. Wenn nicht, kann er GP2 fahren und Testfahrer gleichzeitig sein. Ich würde ihm aber sogar zutrauen, sofort in die Formel 1 einzusteigen", so der Schweizer weiter. Dabei beinhaltet ein weiteres Jahr in der GP2-Serie bei gleichzeitiger Beschäftigung bei WilliamsF1 auch einen weiteren Nachteil: Sollte Rosberg ein Formel-1-Rennen bestreiten, so dürfte er nicht mehr in der GP2-Serie antreten.

Surer: "Es gibt keinen Grund, die Zügel schleifen zu lassen"

Adam Carroll Noch aber sind sechs Rennen in der Saison 2005 zu bestreiten, und weder WilliamsF1 noch BMW können es sich leisten, nun nachzulassen. "Es gibt keinen Grund, die Zügel schleifen zu lassen", bestätigte auch Surer. "Wenn WilliamsF1 das Chassis besser hinbekommt, werden die auch wieder einen Schritt nach vorne machen. Von daher steht besseren Rennen eigentlich nichts im Weg. Da sagt niemand: 'Wir können jetzt schlechtere Leistungen bringen.'"

Zudem sei es für künftige Entwicklungen wichtig, ein gutes Bild abzugeben. "WilliamsF1 muss noch etwas beweisen, damit sie für einen neuen Partner attraktiv sind, und BMW möchte auch nicht mit einem schlechten Ergebnis aufhören. Die müssen die Partnerschaft versöhnlich beenden", so der Ex-Formel-1-Pilot. In das Bild passe dabei auch der gemeinsame Test des BMW V8-Motors für 2006.

"Es ist für beide Seiten interessant", so Surer. "WilliamsF1 kann lernen, was es mit einem V8 für Probleme gibt, sie können das und das vom Einbau her und so weiter noch lösen. Und für BMW ist es klar, dass sie mit dem Team arbeiten, mit dem sie eigentlich für die Zukunft geplant hatten. Ich halte das für völlig normal, zumal beide Seiten davon profitieren."

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