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Vorbereitungen: Herausforderung Türkei-Grand-Prix

12. August 2005 - 15:23 Uhr

Wie wird eine unbekannte Boxengasse eingerichtet? Daran arbeitet Derek Rogers, Logistikkoordinator bei Renault F1, seit August 2004

'Istanbul Otodrom'
Die Boxengassen in Istanbul sind für die Formel-1-Teams Neuland
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Derek Rogers ist zurzeit einer der am meisten beschäftigten Mitarbeiter im Renault-Team. Vor der Reise zur neuen Strecke bei Istanbul hat der Logistikkoordinator der "Equipe Jaune" viel zu tun: Vom Aufbau der Box bis hin zur Reservierung der Unterkünfte muss Rogers alle Vorbereitungen treffen, damit das Team bei seiner Ankunft sofort mit der Arbeit beginnen kann.

Die Arbeit für Istanbul begann vor gut einem Jahr: "Bei unserem ersten Besuch in der Türkei im August 2004 haben wir uns Hotels angeschaut und bereits die Übernachtungen des Teams gebucht", erklärt Rogers. "Bei der nächsten Reise haben wir dann die Rennstrecke besichtigt, um uns mit der Anlage, den Boxen und der Strecke vertraut zu machen. Die Arbeiten waren zwar noch in vollem Gange, der Eindruck aber war schon sehr positiv. Für uns war es ganz wichtig, sich eine Orientierung zu verschaffen - zu wissen, welche Wege wir beispielsweise vom Flughafen zum Hotel oder von der Unterkunft zur Strecke benutzen werden."

Dass die 'FOM' ('Formula One Management') die genaue Boxenbelegung erst beim Großen Preis von Ungarn mitteilte, machte die Sache allerdings nicht einfacher. Rogers sieht dem Debüt in der Türkei auf jeden Fall optimistisch entgegen: "Die Boxenanlage ist riesig und die Einrichtungen gehören zu den besten im gesamten Kalender. Die Arbeitsbedingungen werden großartig sein - vor allem was die Kommunikationssysteme angeht: Breitbandzugang und ISDN sind beide vorhanden. Wie es aussieht, wird der Große Preis der Türkei ein erfolgreiches Debüt erleben", schwärmt Rogers.

Trotz aller Vorbereitung stellt sich die Reise in die Türkei nicht besonders einfach dar, weil der Weg für die Trucks die längste Distanz der Saison bedeutet. "Die Türkei gehört noch nicht der EU an, was viele Formalitäten beim Zoll mit sich bringt", fährt Rogers fort. "Daher mussten wir ein so genanntes 'IATA Carnet' vorbereiten - eine komplette Liste mit allen in den zehn Lastwagen befindlichen Einzelteilen. Hinzu kommt noch der Faktor, dass wir in die Türkei die längste Fahrstrecke des Jahres absolvieren werden. Allein die Fähre von Triest in Italien nach Istanbul benötigt vier Tage, sind es aber nur noch wenige Kilometer bis zur Rennstrecke."

Vom operativen Betrieb her wird das neue Rennen ähnlich wie Silverstone oder Magny-Cours laufen. Das Team trifft am Mittwoch ein - die Arbeiten am Auto beginnen Donnerstag früh. Die Ingenieure hingegen werden ihre Arbeitsplätze in Enstone und Viry-Châtillon einen Tag früher verlassen, als bei den anderen europäischen Rennen. Die Zeit werden sie für eine genaue Inspektion der Strecke nutzen und versuchen, ein Gefühl für die bevorstehende Herausforderung zu bekommen.

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