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Karthikeyan: Verhagelter Türkei-Grand-Prix

24. August 2005 - 11:13 Uhr

Narain Karthikeyans Wochenende wurde durch Motorenprobleme am Samstag und einen Reifenzwischenfall im Rennen erschwert

Narain Karthikeyan (Jordan-Toyota EJ15)
Hofft auf einen baldigen Einsatz im EJ15B: Narain Karthikeyan
© Jordan

(Motorsport-Total.com) - Der Grand Prix der Türkei war für alle Piloten gleichermaßen ein spannendes Rennen, kannte doch vor Beginn keiner der Startenden die neu entstandene Strecke. Jordans Narain Karthikeyan hatte im Rennen ein besonderes Säcklein zu tragen, hatte er doch am Samstag auf Grund von technischen Problemen weder an den Trainingsläufen noch am Qualifying teilgenommen und war somit vom 18. Platz aus in das Rennen gestartet.

"Ich habe dadurch viel Zeit verloren", erklärte er gegenüber der 'Times of India'. "Ich musste mir die Strecke danach also nochmals komplett einprägen." Dass Jordan für das Rennen an sich eine andersartige Reifenmischung benutzt hat, kam für den indischen Rookie noch erschwerend hinzu. "Ich habe zehn Runden gebraucht, um den Kurs und die Kurven zu verstehen", erklärt Karthikeyan. "Ich bin nur aufs Gas gegangen und habe versucht, das Rennen einfach zu Ende zu fahren."

Mit einer Beschädigung, die der 28-Jährige seinen rechten Vorderreifen in der ersten Kurve zufügte, durchfuhr er das Ziel schließlich auf Rang 14, einen Platz hinter Minardis Robert Doornbos. "In den vergangenen Rennen haben sie sich wirklich verbessert und ich musste am Ende einfach vorsichtig mit meinen Reifen umgehen", so Karthikeyan. Nach dem Ausflug in die Türkei stehen für den Mann aus Chennai jetzt Testfahrten in Monza auf dem Programm. Wieder geht es dabei um den Feinschliff am EJ15B, der, wie Karthikeyan verrät, bei positiven Testergebnissen beim Großen Preis von Italien an gleicher Stelle seinen ersten Einsatz erleben könnte.

Allerdings steht dem Team bislang nur einer der überarbeiteten Boliden zur Verfügung. Da naturgemäß beide Piloten den Wagen bei seiner Premiere gerne pilotieren würden, wird auf unkonventionelle Weise entschieden werden, ob Karthikeyan oder Teamkollege Tiago Monteiro diese Ehre zukommen wird: "Wer ihn letztendlich fahren darf, wird durch Münzwurf entschieden. Aber in Monza werden wir dann zwei Autos haben", fährt der Inder fort.

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