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Berger: "Michael war zu lange bei Ferrari"

23. August 2005 - 13:29 Uhr

Während die Gerüchte um einen Wechsel von "Schumi" zu Mercedes immer mehr Fahrt aufnehmen, glaubt Gerhard Berger noch nicht daran

Gerhard Berger und Michael Schumacher
Gerhard Berger im Gespräch mit seinem früheren Rivalen Michael Schumacher
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Der gestrige 'Bild'-Bericht, wonach Michael Schumacher nach zwei Treffen mit Mercedes-Sportchef Norbert Haug spätestens 2007 zu den "Silberpfeilen" wechseln könnte, hat eine wahre Lawine an Reaktionen ausgelöst. Während sich viele Experten den Sensationsdeal durchaus vorstellen können, glaubt Ex-Formel-1-Pilot Gerhard Berger nicht daran.

"Michael würde sich widersprechen, weil er gesagt hat, seine Karriere bei Ferrari beenden zu wollen. Dort hat er wie in einer Familie gelebt, dort hat er jahrelang das beste Auto gehabt", sagte der Österreicher der Münchner 'tz'. Gleichzeitig glaubt er allerdings, dass McLaren-Mercedes kaum etwas Besseres passieren könnte als der siebenfache Weltmeister: "Für Mercedes wäre es ein Glückslos. Michael würde das Team noch weiterbringen."

In einem Punkt sieht Berger allerdings Komplikationen: "Mit dem Image gäbe es ein Problem", meinte er. Damit spielt er darauf an, dass Schumacher mit Ferrari und dem Fiat-Konzern so eng verstrickt ist, dass sogar angedacht wurde, den Superstar nach Karriereende als Unternehmensbotschafter einzusetzen. Für einen Weltkonzern wie Mercedes wäre es aber nicht zielführend, einen Fiat-Mann mit rotem Helm ins silberne Auto zu setzen, glaubt Berger: "Michael war zu lange bei Ferrari."

Indes hat die 'Bild'-Zeitung nach ihrem gestrigen Artikel, der von vielen als pure Spekulation und Sensationsmache abgetan wurde, noch einmal nachgelegt. Demnach bestünde die Möglichkeit, dass Ferrari im Austausch gegen Schumacher Kimi Räikkönen bekommen könnte, der zu diesem Schritt mit ein paar zusätzlichen Millionen überredet werden soll. Unter Umständen sei ein solches Szenario sogar schon für kommende Saison denkbar, heißt es.

Was trotz aller Vorbehalte für die Variante "Schumi" zu McLaren-Mercedes spricht, ist der Wechsel an der Spitze des Stuttgarter Automobilherstellers, denn der sture Sanierer Eckhard Cordes wird Ende August das Zepter an Dieter Zetsche abgeben. Zetsche gilt ganz im Gegensatz zu seinem Vorgänger als großer Motorsportfan und soll angeblich mit dem Gedanken spielen, einen Etat von bis zu 40 Millionen Euro locker zu machen, um den Sensationsdeal perfekt zu machen...

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