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Wurz: "Bitte, bitte, Sonne - komm durch!"

22. Juli 2005 - 19:13 Uhr

Warum McLaren-Mercedes am Samstag mehr Sonne braucht und wie Alexander Wurz Eigenwerbung für einen neuen Vertrag betreibt

Alexander Wurz
Wurz rief sich mit seiner Trainingsbestzeit heute wieder in Erinnerung
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Dass der Freitagstestfahrer von McLaren-Mercedes im ersten und zweiten Freien Training jeweils Schnellster ist, ist in der Formel-1-Saison 2005 eigentlich fast schon Usus. Doch auch diesen programmierten Bestzeiten kommt in diesen Tagen, in denen das Transferkarussell langsam zu rotieren beginnt, etwas mehr Bedeutung zu als sonst.

Experten beziffern den Vorteil, den ein Pilot im dritten Auto gegenüber denjenigen, die auch das Rennen am Sonntag bestreiten müssen, mit knapp einer Sekunde - resultierend aus höherer Drehzahl, frischeren Reifen und einer geringeren Benzinmenge. Anders ausgedrückt: Wurz wäre heute unter normalen Umständen wohl mindestens auf eine Zeit von 1:15.0 gekommen, was hinter Kimi Räikkönen noch immer den zweiten Platz bedeutet hätte.

Entsprechend versäumte es der Österreicher, dessen trockener Humor in so manchem Interview durchschimmert, am 'Premiere'-Mikrofon nicht, ein bisschen Eigenwerbung zu betreiben. Auf die Frage der Reporterin, ob denn das Auto wirklich so gute Zeiten zulasse, antwortete er: "Das ist der Fahrer! Wurz mein Name..."

Tiago Monteiro Doch trotz der bisherigen Überlegenheit der "Silberpfeile" in Hockenheim hätte es seiner Meinung nach sogar noch besser laufen können: "Wir brauchen mehr Sonne", analysierte der Langzeittestfahrer, dessen Vertrag am Jahresende ausläuft. "Bitte, bitte, Sonne - komm durch und gib' uns mehr Temperatur! Dann arbeiten unsere Reifen erst wirklich."

Anschließend schob er noch eine Humorkugel, als er auf die Siegchancen seines Teamkollegen Juan-Pablo Montoya angesprochen wurde: "Gewinnen würde ich auch gerne am Sonntag, aber ich bin noch weiter davon weg als Montoya", grinste Wurz. "Grundsätzlich hat er die Möglichkeit. Jetzt liegt es an ihm, wie er sein Auto entwickelt, mit seinem Ingenieur arbeitet und wie er es im Zeittraining hinbekommt. Natürlich muss man das ganze Wochenende systematisch aufbauen."

Mit dem Trainingsauftakt seines Teams zeigte er sich "grundsätzlich sehr zufrieden, allerdings rutschen alle sehr viel. Es ist noch nicht genügend Grip auf der Strecke, aber das wird sich im Laufe des Wochenendes sicher verbessern", teilte der 31-Jährige mit. "Schön wäre ein Doppelsieg und wenn wir mehr Punkte holen könnten als Renault, denn die sind sehr gut im Punkte hamstern."

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