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Teams und Hersteller mit eigenem Reglement-Vorschlag

25. Juli 2005 - 16:21 Uhr

Neun Formel-1-Teams und fünf Automobilhersteller haben der FIA ihre Vorschläge für ein neues Formel-1-Reglement vorgelegt

Max Mosley
Teams und Hersteller wollen sich mit Max Mosley an einen Tisch setzen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nach einem Treffen am Samstag in Hockenheim, bei dem sich neun Formel-1-Teams und fünf in der Formel 1 vertretende Automobilhersteller endgültig auf einen Reglementvorschlag einigen konnten, wurde das entsprechende Papier nun dem Automobilweltverband FIA "als eine Basis für konstruktive Diskussionen" vorgelegt, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Im Gegensatz zur Gepflogenheit der FIA veröffentlichten die Teams und Hersteller ihre Vorschläge nicht.

Die Vorschläge wurden während zahlreicher Treffen seit Januar von den technischen, kommerziellen und rechtlichen Mitarbeitern von BAR, Jordan, McLaren, Minardi, Red Bull, Renault, Sauber, Toyota und Williams, sowie den fünf Automobilherstellern BMW, DaimlerChrysler, Honda, Renault und Toyota in enger Kooperation ausgearbeitet.

Während man sich über Details ausschweigt, erklärte man in einer Pressemitteilung am Montagnachmittag, dass die Gedanken und Maßnahmen des Kataloges vor allem vom Ziel getrieben wurden, die Position der Formel 1 als Nummer eins unter den jährlichen Sportarten zu verteidigen und auszubauen, ein gutes sportliches Spektakel zu bieten und auf einer weltweiten Basis einen guten Wert zu bieten.

Die Formel 1 solle vor allem der Gipfel des Motorsports bleiben und deshalb technologisch fortschrittlich sein. Zudem solle ein langfristiger Plan für die Formel 1 ausgearbeitet werden, sodass die Beteiligten, die zum Erfolg des Sports beitragen, eine stabile und wirtschaftlich lebensfähige Basis haben. "Die Teilnahme von unabhängigen Teams wird unterstützt und ermutigt, besonders, indem man kleinen Teams eine stabile Quelle für Kundenmotoren zur Verfügung stellt", heißt es in dem Schreiben.

Auch das Thema Kosten wird angesprochen: "Wo möglich sollten die Kosten bedeutend reduziert werden, vorausgesetzt, das sportliche Spektakel und der Wettbewerb werden dadurch nicht beeinträchtigt. Die Vision sieht einen fairen und transparenten Sport mit gut finanzierten und hoch-konkurrenzfähigen Teams in jeder Reihe der Startaufstellung vor, mit den besten Fahrern auf den aufregendsten Strecken rund um die Welt im Wettbewerb."

"Die Formel 1 muss weiterhin der Maßstab für Technologie bleiben und weiterhin der Schauplatz von technischen Innovationen sein, wie sie in der Automobilindustrie zu finden sind", heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung weiter. "Gleichzeitig sollte die Einführung potentiell teurer Innovationen die kommerzielle und sportliche Lebensfähigkeit der unabhängigen Teams nicht aufs Spiel setzen. Die Kosteneinsparung ist ein fundamentales Ziel für die Teams und die Hersteller, da es wichtig ist, dass neue Technologien zu einem so niedrigen wie möglichen Preis eingeführt werden."

Die Teams und Hersteller geben sich zuversichtlich, dass ihre Forderungen und Wünsche bei der FIA Gehör finden werden: "Die Teams und Hersteller freuen sich darauf, in der FIA in Kürze in einen konstruktiven Dialog zu treffen und haben aus diesem Grund die Anfrage gestellt, dass sich die Vertreter ihrer Gruppe in Kürze mit dem FIA-Präsidenten treffen werden."

"Es gibt Synergien zwischen dem, auf was wir geeinigt haben, und jenem, das die FIA vorgeschlagen hat, und wir werden uns um baldige Gespräche bemühen", so ToyotaF1-Präsident John Howett. Honda Racing-Vizepräsident Otmar Szafnauer ergänzt: "Es gibt ein paar Unterschiede zum Vorschlag der FIA, aber viel ist gleich und ich denke, dass wir Gespräche haben werden, nachdem die FIA die Zeit gehabt hat, zu verstehen, was wir ihnen unterbreitet haben."

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