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Das Interview zum Rennen mit Michael Schumacher

Michael Schumacher über die Chancenlosigkeit gegen Räikkönen, das Duell mit seinem Bruder und den Aufwärtstrend bei Ferrari

Michael Schumacher
Mit einer fehlerfreien Leistung wurde Michael Schumacher heute starker Zweiter
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Frage: "Michael, Platz zwei heute in Ungarn. Muss die Konkurrenz Rot jetzt wieder als Warnfarbe betrachten?"
Michael Schumacher: "Für gewisse Leute sind wir das schon, für andere eben nicht, aber man kann sicherlich sagen, dass das schon mal ein ziemlich großer Schritt für uns war, wenn man sich die vergangene Situation anschaut. Wir hoffen natürlich, darauf aufbauen zu können."

Frage: "Bist du erleichtert, dass es jetzt wieder aufwärts geht?"
Schumacher: "Es ist sicherlich ein schöner Moment und ein toller Lohn für die harte Arbeit, die alle in den letzten Monaten - und man muss leider Monaten sagen - geleistet haben. Jetzt wollen wir uns alle noch einmal motivieren, um Kräfte freizubekommen, die wir sicherlich benötigen, um den Aufwärtstrend weiter zu bestätigen."

Montoya wäre für Schumacher nicht zu holen gewesen

Frage: "Ab wann hast du gewusst, dass du heute nicht gewinnen kannst?"
Schumacher: "Das war im Prinzip, nachdem Juan (Montoya; Anm. d. Red.) seinen ersten Boxenstopp gemacht hat, er aber mit seiner Benzinmenge genauso schnell fahren konnte wie ich - oder sogar schneller. Da war klar, dass wir keine Chance haben würden, gegen ihn zu kämpfen. Es war dann aber sicherlich noch eine Chance gegen Kimi (Räikkönen; Anm. d. Red.) da, solange wir ihn hinter uns halten konnten, aber offensichtlich war das nicht möglich für uns. Es ging nur darum, wer wie lange draußen bleiben kann."

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"Im ersten Stint waren wir in meinen Augen sogar ein bisschen schneller als Kimi, wenn man bedenkt, dass er drei Runden (richtig wäre: vier; Anm. d. Red.) früher rein musste. Das heißt, er hatte dementsprechend weniger Sprit und konnte schneller fahren. Das war aber nicht so bedeutend, er konnte mir gerade so folgen. Im zweiten Stint war es dann ziemlich offensichtlich, dass meine Reifen etwas nachließen und er seine Pace konstant weiterfahren konnte. Er hat mächtig Druck gemacht, aber auch nur so viel, dass er hinter mir bleiben konnte, denn Überholen ging nicht. Das war hier nicht möglich."

"Der entscheidende Moment, in dem wir das Rennen verloren haben, war der, dass er eine Runde länger draußen bleiben konnte im Verhältnis zu uns. In dem Moment kann man nicht mehr kämpfen, denn derjenige, der früher rein muss, hat sicherlich immer die schlechteren Karten. Ob ich ihn das ganze Rennen hinter mir hätte halten können, ist sicherlich auch ein Fragezeichen, aber das werden wir heute nicht mehr beantworten können. Sicher hätten wir eine Chance gehabt. Wir sind dennoch zufrieden. Ein Trend in die richtige Richtung und ein gutes Resultat für uns alle!"

Schumacher musste am Ende reifenschonend fahren

Frage: "Ihr seid sehr vorsichtig mit den Reifen umgegangen, hat Ross Brawn gesagt. Hattet ihr Angst, dass da etwas schief gehen könnte?"
Schumacher: "Die Reifen sind jetzt definitiv besser geworden, aber es war und ist normalerweise einfach so, dass man mit dieser Einreifenregel nicht das ganze Rennen 100 Prozent fahren kann, sondern man muss sich das Rennen ein bisschen einteilen. Das war nicht ganz so möglich, weil ich die ersten zwei Stints voll am Limit fahren musste, um mit Juan einigermaßen im Kampf zu bleiben, speziell im ersten Stint und dann auch am Beginn des zweiten, bevor er zum ersten Boxenstopp kam. Das war ja dann relativ eng. Ich musste sicher sein, dass ich davor bin, um vielleicht noch eine Chance zu haben. Danach war es dann klar, dass wir nicht viel ausrichten können, wie man an den Zeiten gesehen hat, also haben wir unser Tempo so eingestellt, dass wir das Rennen gut über die Runden bekommen würden, ohne am Ende einen Einbruch zu erleben."

Frage: "Das hört sich so an, als hättest du zu Beginn des Rennens schon mit einem Sieg spekuliert..."
Schumacher: "Ja, da habe ich schon daran gearbeitet. Wir haben alles versucht dafür. Das ist ja selbstverständlich!"

Frage: "War dieses gute Resultat für Ferrari nur hier in Ungarn möglich - oder ist zu erwarten, dass es jetzt auch auf anderen Strecken bergauf gehen wird?"
Schumacher: "Die Hoffnung ist natürlich diese, bestätigen müssen wir sie aber beim nächsten Rennen. Wissen tun wir das selber auch nicht..."

"Bin nur noch so schnell wie nötig gefahren"

Frage: "Wie heiß war der Atem deines Bruders im Nacken in den letzten Runden?"
Schumacher: "Ich bin zu dem Zeitpunkt nur noch so schnell wie nötig gefahren, aber man konnte sehen, dass die Reifen am Ende des Rennens bei allen weniger gut waren, und dann ist es noch schwieriger, hinter einem herzufahren, geschweige denn zu überholen. Insofern war mir eigentlich klar: Wenn ich jetzt keine Dummheit oder keinen Verbremser oder keinen Fehler mehr mache, hat er keine Chance, mich zu überholen. Ich bin nur so schnell gefahren, wie ich musste, denn nach vorne ging nichts und nach hinten musste ich nicht zu viel riskieren."

Frage: "Wie sehr freust du dich mit deinem Bruder über sein erstes Podium für Toyota?"
Schumacher: "Das ist sicherlich supertoll für ihn, auch für seine Mannschaft, die dabei war und sich sehr gefreut hat. Die haben in den letzten Jahren - mit der Ausnahme von diesem Jahr - auch nicht immer gut da gestanden. Dass sie dieses Jahr so tolle Resultate einfahren und jetzt das erste Podium mit Ralf, ist natürlich toll für sie."

Frage: "Es läuft bei Ferrari in die richtige Richtung, aber jetzt kommt die Sommerpause. Wie viel Urlaub gestehst du dir denn da zu?"
Schumacher: "Für uns wird das Wort Urlaub sehr klein geschrieben. Für mich hat die Türkei schon jetzt angefangen. Ich habe die Vorbereitungen im Kopf und die Fitnessvorbereitung, auch von der Autoseite her. Das wird alles angetrieben. In der Situation, in der wir uns befinden - mit nur einem Team, welches die Reifen für Bridgestone entwickelt -, können wir uns sicher keine Pause erlauben."

"Wir sind noch nicht dort, wo wir hinwollen"

Frage: "Es steht also viel Arbeit ins Haus?"
Schumacher: "Davon kann man ausgehen. Wir sind noch nicht dort, wo wir hinwollen, also muss weiter gearbeitet werden."

Frage: "In der Türkei wird in drei Wochen zum ersten Mal gefahren. Freust du dich darauf, auch mal etwas Neues zu sehen?"
Schumacher: "Ich bin schon einmal kurz dort gewesen. Sehr angenehmes Land, tolle Fans, sehr emotional. Insofern freue ich mich schon darauf."

Frage: "Worüber werdet ihr beim morgigen Treffen der Fahrergewerkschaft GPDA mit FIA-Präsident Max Mosley diskutieren?"
Schumacher: "Dass die GPDA Max Mosley trifft und wir Punkte ansprechen wollen, die uns am Herzen liegen. Das wollen wir mit ihm persönlich besprechen."

Frage: "Geht es da prinzipiell um Sicherheit? Was sind die anderen Punkte?"
Schumacher: "Das sind sicherlich die prinzipiellen Punkte, ja."

Frage: "Morgen hast du deinen zehnten Hochzeitstag mit Corinna. Wie begehst du den?"
Schumacher: "Wenn ihr mir nicht böse seid, werden Corinna und ich den privat verbringen, ohne groß etwas ankündigen zu müssen. Leider gibt es aber auch da schon Arbeit, auch wenn ich den Tag nicht in Maranello verbringen werde."

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