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Lauda geht mit Michelin hart ins Gericht

21. Juni 2005 - 20:39 Uhr

Ex-Formel-1-Weltmeister Niki Lauda spricht von einem "globalen Rückschlag" für die Formel 1 und sieht die Schuld ganz klar bei Michelin

Niki Lauda
Für Niki Lauda ist klar: Michelin muss das Chaos von Indianapolis verantworten
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Während sich die sieben Michelin-Teams darauf eingeschossen haben, die Schuld für die Farce von Indianapolis geschlossen auf FIA-Präsident Max Mosley zu schieben, hat Ex-Formel-1-Weltmeister Niki Lauda eine völlig andere Meinung: Für den Österreicher ist vor allem Michelin für den Skandal verantwortlich.

"Das ist die größte Farce der Formel 1, seit ich denken kann", erklärte er in seiner Kolumne für die 'Auto Bild motorsport'. "Michelin macht die ganze Formel 1 zur Lachnummer - nur weil eine schnelle Kurve neu asphaltiert worden ist und der Verschleiß nicht korrekt vorherberechnet wurde. Tut mir Leid, Herrschaften, das kapiere ich nicht!"

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"Der Schaden ist nicht in Worte zu fassen. Das ist schlimm genug", fuhr Lauda fort. "Und was noch schlimmer ist: Ich wette, Michelin hat seine Teams dazu gezwungen, auf den Start zu verzichten - aus Angst vor einer Blamage, vor einem Unfall, einer Katastrophe. Ich denke, ohne dass sie juristisch die Pistole auf die Brust gesetzt bekommen haben, hätten sieben Formel-1-Teamchefs niemals soviel Geschlossenheit an den Tag gelegt, dass sie ihre Autos alle gleichzeitig aus dem Rennen nehmen."

Damit freilich hat der 56-Jährige nicht ganz Unrecht, denn in der Tat wäre es für einen Teamchef rechtlich eng geworden, hätte er seine Autos gegen Michelin-Empfehlung auf die Strecke geschickt und wäre dann ein Unfall passiert. Die Produkthaftungsvorschriften in den USA sind so streng, dass so ein fahrlässiges Verhalten sogar zu einer Gefängnisstrafe für einen Teamchef führen könnte.

Unabhängig davon ist für Lauda klar: "Es ist ein globaler Rückschlag für die Formel 1."