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Blundell zweifelt an weiteren US-Grands-Prix

30. Juni 2005 - 12:17 Uhr

Ex-Formel-1-Pilot Mark Blundell ist sich nicht sicher, ob die Formel 1 nach der Farce von Indianapolis je wieder in die USA zurückkehren wird

Mark Blundell
Mark Blundell erlebte das Drama in Indianapolis live in der TV-Kabine mit
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - So langsam beruhigen sich die Wogen um das Skandalrennen von Indianapolis, doch viele Experten beschäftigen sich nach wie vor mit dem bitteren Debakel für die Formel 1 in den USA. Einer davon ist Ex-Grand-Prix-Pilot Mark Blundell, der als Kommentator für 'ITV' live vor Ort war.

Der 39-Jährige ist sich sicher, dass den US-Rennserien NASCAR, IRL und ChampCar ein solcher Fauxpas nicht unterlaufen würde, "denn bei denen ist Entertainment alles", wie er zu Protokoll gab. "Das Rennen ist das, was sie als Entertainment einstufen. Es hätte ein Rennen geben sollen - und zwar eines mit 20 Autos, nicht eine Farce mit sechs. Ob der Grand Prix der USA jetzt gefährdet ist? Ich glaube, dass man das leider so sagen muss, ja."

Allerdings ist der 61-fache Formel-1-Starter nicht der Meinung, dass man die Teams für die Vorfälle belangen sollte: "Von denen wollte niemand Politik machen", so Blundell. "Sie waren alle darauf vorbereitet, auf die Strecke zu gehen und ihren Job zu machen - vor allem die Fahrer. Es war eine schwierige Situation. Ich glaube nicht, dass es Sieger gegeben hat. Was bleibt, ist nur der Eindruck, dass der Sport Schaden erlitten hat."

Als "gute Sache" bezeichnete er die Geste von Michelin, allen Fans das Eintrittsgeld zurückzuerstatten: "Das ist eine sehr glaubwürdige Aktion und schön für alle Leute, die da waren. Das werden die Menschen sicher mitbekommen", gab er zu Protokoll. Am Gesamtbild einer "unglücklichen Situation", die zweifelsfrei von Michelin ausgelöst worden ist, könne dies aber nichts ändern, fügte er an. Es gehe jetzt nur noch um Schadensbegrenzung.

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