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19 Fahrer stellten sich hinter die Michelin-Teams

29. Juni 2005 - 18:45 Uhr

Dem Weltmotorsportrat erklärten 19 Formel-1-Fahrer schriftlich, warum ein Speedlimit in Kurve 13 in Indianapolis keine praktikable Lösung war

Meeting vor dem Rennen
Auch die Fahrer beteiligten sich in Indianapolis an der Problemlösung
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Noch vor der Anhörung der sieben Michelin-Teams vor dem Weltmotorsportrat der FIA in Paris unterzeichneten 19 Formel-1-Fahrer ein Dokument, in dem sie ihre Sicht auf die Vorgänge in Indianapolis darlegten. Sie beschreiben detailliert, warum die Lösung mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung in der Steilkurve nicht nur unpraktikabel, sondern auch gefährlich gewesen wäre.

Die großen Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den Michelin- und Bridgestone-Autos werden angeführt, ebenso das manuelle Beachten der Geschwindigkeit, während man gleichzeitig gegen Kontrahenten fährt. Zudem zweifeln sie an, dass die Rennleitung in der Lage gewesen wäre, die Geschwindigkeit der Autos im gesamten Bereich flächendeckend zu überwachen. Schlussendlich wurde dieser Vorschlag auch in Paris nicht mehr als Lösung angesehen, vielleicht auch aufgrund des Schreibens der Fahrer.

Am Sonntagmorgen seien alle Fahrer vom Michelin-Problem unterrichtet worden. "Die Teams konnten nicht gegen den Sicherheitsratschlag von Michelin handeln und damit die Risiken eines ernsten oder gar tödlichen Unfalls auf sich nehmen", heißt es im Dokument. "Auch die Möglichkeit einer Schikane wurde angesprochen."

"Schikanen wurden schon in der Vergangenheit mit Erfolg eingesetzt. Wir glauben, dass eine Schikane in Indianapolis eine funktionierende Lösung gewesen wäre. Niemand von uns sprach sich beim Treffen gegen eine Schikane aus", heißt es weiter. Das Dokument unterzeichneten alle Stammfahrer der Teams, mit Ausnahme der Jordan- und Ferrari-Piloten. Hinzu kamen noch die Testfahrer Pedro de la Rosa, Alexander Wurz und Ricardo Zonta.

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