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Sicherheit wird am Nürburgring groß geschrieben

150 Sicherheitskräfte, 130 Sanitäter und viele weitere freiwillige Helfer sorgen beim Grand Prix von Europa für höchste Sicherheitsstandards

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Zum Vergrößern anklicken: Grafik zu den Sicherheitsstandards auf dem Nürburgring
© Allianz

(Motorsport-Total.com) - Ihren hohen Sicherheitsstandard verdankt die Formel 1 nicht nur genialen Ingenieuren und einer innovativen Technik. Am Rande der Strecke sorgt ein großes Aufgebot an ehrenamtlichen und professionellen Helfern bei jedem Rennen für die Sicherheit von Fahrern und Zuschauern - so auch beim Grand Prix von Europa am kommenden Wochenende auf dem Nürburgring.

Wo auch immer etwas passiert auf der 5,148 Kilometer langen Grand-Prix-Strecke in der Eifel - ein Streckenposten ist sofort zur Stelle. Nicht weniger als 250 Marshals, wie sie im Rennjargon genannt werden, sind auf 50 Posten entlang der Strecke im Einsatz. Rund 50 Millionen Euro wurden am Nürburgring in den letzten Jahren in die Sicherheit für Fahrer und Zuschauer investiert. Auch mit seinem Aufgebot an Sicherheitspersonal nimmt der Grand Prix von Europa eine Spitzenstellung ein: "Der erreichte Standard", bestätigt Dickie Stanford, Team Manager von WilliamsF1, "ist vorbildlich für die Formel 1."

Unterschiedliche Aufgaben für die Streckenposten

Die Streckenposten - durch hohe Sicherheitszäune vor umher fliegenden Trümmerteilen geschützt - haben unterschiedliche Aufgaben: Die Funkposten sind für die Kommunikation mit der Rennleitung zuständig, die Flaggenposten für die Flaggensignale an die Fahrer, die mit Schutzkleidung und Feuerlöscher ausgerüsteten Fire Marshals für die Erstbekämpfung eines Feuers. Rund um die Strecke sind 70 weitere Feuerlöscher so deponiert, dass im Ernstfall jeder Streckenposten darauf zurückgreifen kann. Zur Feuerbekämpfung stehen - vor allem in der Nähe der Boxengasse - fünf Löschfahrzeuge mit jeweils vier Feuerwehrmännern bereit.

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Zur Besetzung der Posten gehören auch noch - je nachdem, an welcher Stelle sie liegen - zwei so genannte Pusher. Ihre Aufgabe ist es, liegen gebliebene Autos möglichst schnell aus der Gefahrenzone zu schieben. Wenn sie es nicht schaffen, kommt einer der 14 Bergetraktoren zum Einsatz. Entlang der Strecke sind außerdem noch sechs Abschleppwagen postiert, um die geborgenen Autos zurück in die Boxengasse oder in den Parc Fermé zu bringen.

Was sind S-, R-Wagen und Extrication-Teams?

Zu den mobilen Einsatzkräften gehören auch noch vier S- und zwei R-Wagen sowie zwei Extrication-Teams. Die S-Wagen sind ausgerüstet mit Rettungsschere und Feuerlöschpulver und können zur Not auch ein havariertes Auto an den Haken zu nehmen. Besetzt sind sie mit jeweils zwei erfahrenen Helfern, die an fast jedem Wochenende an einer Rennstrecke im Einsatz sind. Bei den R-Wagen handelt es sich um sehr schnelle Fahrzeuge zur Erste-Hilfe-Leistung bei einem Unfall; an Bord sind ein Arzt sowie Rettungsschere und Löschmittel.

Die Extrication-Teams kommen zum Einsatz, wenn zum Beispiel ein Fahrer bei Verdacht auf eine Verletzung der Wirbelsäule mitsamt der Sitzschale geborgen werden muss. Besetzt sind die Fahrzeuge mit einem Notarzt, vier Rettungssanitätern sowie einem Fahrer und können innerhalb von 30 Sekunden jeden Punkt der Rennstrecke erreichen. In der Boxengasse wartet das Medical-Car auf seinen Einsatz. An Bord: FIA-Arzt Gary Hartstein, der Nachfolger des legendären Sid Watkins, sowie ein deutscher Kollege.

Erste Hilfe kann auch im Straßenverkehr Leben retten

"Derart schnelle Reaktionszeiten durch professionelle Helfer sind bei Unfällen im normalen Straßenverkehr nicht zu erreichen", so Christoph Lauterwasser vom 'Allianz Zentrum für Technik'. "Sofortige erste Hilfe am Unfallort kann die Überlebenswahrscheinlichkeit und die medizinische Prognose der Unfallopfer jedoch erheblich verbessern. Dieses Potenzial wird von vielen Autofahrern unterschätzt. Eine regelmäßige Wiederholung von Erste-Hilfe-Kursen ist deshalb sehr wünschenswert."

Beim Grand Prix von Europa verfolgt die Rennleitung auf 36 Monitoren das Geschehen und kann mit Hilfe schwenkbarer Kameras jeden Punkt der Strecke einsehen. Über Funk ist sie mit den Streckenposten verbunden. Bei einem offensichtlich schweren Unfall machen sich automatisch das Medical-Car und ein R-Wagen auf den Weg zur Unfallstelle. Ihre Rückmeldung gibt Rennleiter Michael Schwägerl an den ständigen FIA-Renndirektor Charlie Whiting weiter, der in letzter Instanz entscheidet, ob das Safety-Car auf die Strecke geht. Dabei gilt die Faustregel: Ist die Strecke frei, läuft das Rennen in der Regel weiter. Nach einem besonders schweren Unfall, zum Beispiel mit Zuschauern oder wenn Feuer im Spiel ist, wird es mit der roten Flagge unterbrochen.

Direkt an der Strecke gibt es eine medizinische Einrichtung

Bei einem schweren Unfall ist das Medical Center an der Rennstrecke die erste Anlaufstation. Ausgerüstet mit modernsten medizinischen Geräten und rund um die Uhr im Drei-Schicht-Betrieb besetzt mit jeweils einem Unfallchirurgen, einem Anästhesisten und sechs Rettungssanitätern, übernimmt es die unfallmedizinische Erstversorgung eines verletzten Fahrers.

Direkt neben dem Medical Center stehen ein einsatzbereiter Helikopter mit einem Arzt, zwei Rettungssanitätern und einem Piloten an Bord sowie zwei Rettungswagen. Ein zweiter Hubschrauber steht außerhalb der Rennstrecke auf Abruf bereit, vier weitere Rettungswagen sind entlang des Kurses postiert. Insgesamt sind am Rennwochenende 14 Krankenhäuser in Alarmbereitschaft. Als besonderer Service ist beim Großen Preis von Europa in diesem Jahr erstmals auch ein Zahnarzt im Einsatz.

Wussten Sie schon...

...dass rund um den Grand Prix von Europa für die Sicherheit der 100.000 Zuschauer 150 Sicherheitskräfte aufgeboten werden und das Deutsche Rote Kreuz mit rund 130 Sanitätern und Ärzten sowie mit zehn Rettungsfahrzeugen im Einsatz ist? Zum Vergleich: Bei einem Champions-League-Spiel in einem mit 50.000 Zuschauern ausverkauften Fußballstadion sind es 500 Ordnungskräfte sowie 100 Rot-Kreuz-Helfer mit 14 Notarzt- und Rettungswagen.

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