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Renault im Wechselbad der Gefühle

23. April 2005 - 15:48 Uhr

Fernando Alonso verfehlte die Pole Position um nur drei Tausendstel, während Giancarlo Fisichella bis auf Rang 15 abstürzte

Fernando Alonso (Renault R25)
Fernando Alonso verpasste die Pole Position nur denkbar knapp
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Das Renault-Lager war nach dem 1. Qualifying wieder einmal gespalten: Während man sich mit Fernando Alonso freute, der die provisorische Pole Position zwar knapp verpasste, aber nichtsdestotrotz eine tolle Runde in den Asphalt brannte, litt man auch mit Giancarlo Fisichella. Bei seinem ersten Heimrennen der Saison in Italien musste er sich mit Rang 15 begnügen, verlor in einer problematischen Runde mehr als 1,8 Sekunden auf die Spitze.

"Wir haben uns an diesem Wochenende ein wenig anders auf das Rennen vorbereitet", erklärte Alonso, der den ersten Startplatz nur um drei Tausendstel verpasste. "Wir sind nicht viele Runden gefahren, über für das Qualifying waren wir bereit. In der Vergangenheit war es für uns eine schwere Strecke, daher ist es heute eine schöne Überraschung, dass wir nicht nur konkurrenzfähig sind, sondern auch um die Pole Position kämpfen konnten. Wenn man sich unsere Gegner ansieht, dann muss man nicht nur McLaren und Ferrari beachten, auch das BMW WilliamsF1 Team und BAR-Honda sahen heute schnell aus. Und das werden sie sicher auch morgen sein."

Fisichella dagegen war spürbar enttäuscht. "Wir haben in den Daten noch keine Erklärung gefunden, aber bei der Einfahrt in die Kurve 15 blockierten die hinteren Bremsen und verursachten ein massives Übersteuern", erklärte der Italiener. "Ich habe alles so gemacht wie im Freien Training, habe auch an der gleichen Stelle gebremst, daher denke ich nicht, dass es ein Fahrfehler war, aber sicher sind wir noch nicht. Natürlich ist es enttäuschend, denn wir wissen, dass das Auto hier schnell sein kann. Ich hoffe auf einen besseren morgigen Tag und auch auf Punkte."

"Fernando fuhr eine extrem gute Runde", lobte Pat Symonds, der Chefingenieur des Teams. "Er fuhr an diesem Wochenende nicht sehr viel, und es ist ihm anzurechnen, dass er trotz eines so beschränkten Programms angreifen konnte. Giancarlo hatte in Kurve 15 ein massives Übersteuern, was ihm viel Zeit kostete. Da die Zeiten sehr eng beieinander liegen, zahlte er einen hohen Preis dafür. Aber wir wissen, dass er auf diesem schwierigen Kurs ein starkes Rennen fahren kann."

"Es ist schon enttäuschend, unsere Piloten so weit auseinander in der Startaufstellung zu sehen", resümierte Motorenchef Denis Chevrier. "Fernandos Runde zeigte, dass das Auto hier konkurrenzfähig ist und dass wir bezüglich Handling und Höchstgeschwindigkeit eine gute Balance gefunden haben. Der Nachmittag hat aber auch gezeigt, wie schwierig eine Ein-Runden-Qualifikation sein kann. Sieben Teams belegen die ersten sieben Positionen. Giancarlo steht weit hinten, und die Hoffnungen, dass er sich morgen noch weit nach vorne schieben kann, sind gering. Er muss morgen aggressiv fahren, um das Beste aus der Leistung des Autos zu machen."

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