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Neuer Name für die 'GPWC' - Hersteller machen ernst

23. März 2005 - 14:15 Uhr

Unter neuem Namen wollen die Automobilhersteller Anfang April bei einem Meeting ihre eigene Grand-Prix-Serie voranbringen

Bernie Ecclestone
Bernie Ecclestone muss sich Sorgen machen: Die Hersteller machen ernst...
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Weil im Streit um die Zukunft der Formel 1 weiterhin keine Einigung in Sicht ist, fahren die fünf großen Automobilhersteller der Königsklasse mit ihren Plänen für eine eigene Rennserie fort. Anfang April soll ein richtungsweisendes Meeting stattfinden, bei dem die Eckpfeiler dafür ausgearbeitet werden - allerdings nicht mehr unter dem Namen 'GPWC'.

Das Kürzel für 'Grand Prix World Championship', wie die Herstellerserie eigentlich hätte heißen sollen, wurde aus verschiedenen Gründen verworfen. Einerseits gab es offenbar namensrechtliche Probleme, andererseits stellten Honda und Toyota die Bedingung, sich BMW, DaimlerChrysler und Renault nur dann anschließen zu wollen, wenn ein komplett neues Projekt aus der Traufe gehoben wird. Der neue Titel wird angeblich 'GPR', kurz für 'Grand Prix Racing', lauten, berichtet 'Autosport-Atlas'.

Richtungsweisendes Meeting am 7. und 8. April

Unter diesem Banner tagen am 7. und 8. April die vier Arbeitsgruppen der Automobilhersteller, um sich mit den Bereichen technisches Reglement, sportliches Reglement, Medien und rechtliche Angelegenheiten zu beschäftigen. Am Ende dieses Treffens soll ein detaillierter Entwurf für die neue Rennserie präsentiert werden. Mitgetragen wird dies von den fünf angesprochenen Herstellern sowie den Teams BAR, McLaren, Minardi und WilliamsF1. Mirko Bortolotti

Damit reißt das Loch zwischen den beiden Fronten immer weiter auf, denn während neben Ferrari auch Midland (Eigentümer von Jordan; Anm. d. Red.) und Red Bull Racing angekündigt haben, treu zu Bernie Ecclestone stehen zu wollen, nehmen die Pläne der Hersteller immer konkretere Züge an. Irgendwo zwischen den Fronten steht Peter Sauber: Einerseits ist er eng mit Ferrari verbunden und würde gerne bei Ecclestone an Bord kommen, andererseits verspricht ihm BMW ab 2006 günstige Kundenmotoren.

Stoddart bestätigt: "Die 'GPWC' ist tot"

Mit der alten 'GPWC' haben die Aktivitäten der Hersteller übrigens nichts mehr zu tun: "Die 'GPWC' ist tot", erklärte etwa Minardi-Teamchef Paul Stoddart Anfang März gegenüber 'F1Total.com'. "Wir reden hier von einer Gruppe von fünf Herstellern, die es todernst meinen, ihre eigene Serie zu gründen." Dabei sind zwar die Grundprinzipien der 'GPWC' übernommen worden, doch auf dem Papier handelt es sich um ein neues Projekt.

Auch BMW Motorsport Direktor Mario Theissen bestätigte diese Darstellung Ende Februar im Gespräch mit 'F1Total.com': "Wir unterhalten uns darüber, die frühere 'GPWC' in eine Herstellervereinigung umzuwandeln, in der die beiden japanischen Hersteller mit dabei sind. Das ist das Ziel", sagte er damals. Und: "Das Ziel ist sicher nicht, etwas zu spalten oder doppelt aufzulegen. Wir leisten einmal die Arbeit, etwas zusammenzustellen, von dem wir glauben, dass so die Zukunft aussehen sollte."

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