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Distanziert sich Toyota von den anderen Herstellern?

31. März 2005 - 16:26 Uhr

Rückschlag für die geplante Alternativserie der Automobilhersteller: Angeblich will sich Toyota an derartigen Plänen nicht beteiligen...

Toyota-Werbung
Toyota-Werbung in Bahrain - 'GPWC' für die Japaner scheinbar kein Thema mehr
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Nachdem Ferrari eine Absichtserklärung von Bernie Ecclestone unterschrieben hatte, bis 2012 in der Formel 1 bleiben zu wollen, schlossen sich die bis dahin unabhängigen Automobilhersteller Honda und Toyota den Plänen von BMW, DaimlerChrysler und Renault an, anhand von eigenen Prinzipien eine Alternativserie ab 2008 zu planen.

Um die beiden japanischen Konzerne an Bord zu holen, wurde die 'GPWC' in ihrer ursprünglichen Form auf Eis gelegt. Stattdessen ließ man sich einen neuen Namen einfallen - 'GPR' für 'Grand Prix Racing' -, unter dem man ab April konkrete Statuten für die Zeit nach 2008 ausarbeiten möchte. Es wurden diesbezüglich von Herstellern und Teams zahlreiche Absichtserklärungen unterschrieben, von denen jedoch keine einzige echte Bedeutung hat.

Nun droht dem Herstellerbündnis ein herber Rückschlag, denn obwohl Toyota signalisiert hat, prinzipiell mit den Ideen von BMW, DaimlerChrysler, Honda und Renault einverstanden zu sein, scheinen sie eine Alternativserie kategorisch abzulehnen. Dies ist zumindest heute im Fahrerlager in Bahrain durchgesickert. Demnach will Toyota sehr wohl mehr Transparenz und eine gerechtere Einnahmenverteilung im Grand-Prix-Sport, aber nicht auf Kosten einer einheitlichen Formel 1.

Am Mittwochabend hat sich Toyota schriftlich an alle anderen Teams gewendet und bekannt gegeben, dass man weiterhin für die Initiativen der neun Teams außer Ferrari zur Verfügung stehe, nicht jedoch für die Absicht, eine zweite Grand-Prix-Serie zu gründen. Damit läuft man über kurz oder lang wohl in die offenen Arme von Formel-1-Chef Ecclestone, der neben Ferrari schon Jordan und Red Bull auf seine Seite gezogen hat.

Interessant ist auch das Timing dieses Kurswechsels bei Toyota, denn Anfang April steht ein wichtiges Meeting der Hersteller bevor, bei dem in vier verschiedenen Arbeitsgruppen die Vorgaben für die Zukunft des Grand-Prix-Sports ausgearbeitet werden sollen. Darüber hinaus ist für 15. April ein FIA-Meeting geplant, bei dem das Formel-1-Reglement für die Zeit nach 2007 erstmals konstruktiv diskutiert werden soll.

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