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Jordan-Test kam für Pastorelli völlig unerwartet

19. Februar 2005 - 13:41 Uhr

Für 29 Runden stieg Nicky Pastorelli gestern in Barcelona in einen Jordan-Toyota, gerechnet hatte er mit dieser Chance aber nicht

Nicky Pastorelli
Nicky Pastorelli im Jordan-Toyota: Ein Bild, an das man sich gewöhnen muss?
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Völlig überraschend kam gestern der amtierende Formel-Superfund-Meister Nicky Pastorelli in Barcelona bei Jordan-Toyota zu seinem ersten Formel-1-Test. Der Niederländer drehte 29 Runden und wurde prompt mit der Rolle des Freitagstestfahrers in Verbindung gebracht. Dabei war sein Gastspiel bei den Gelben vorher nicht einmal geplant.

"Ich bin zum ersten Mal im Auto gesessen, obwohl das gar nicht vorgesehen war", erklärte Pastorelli gegenüber 'Autosport'. "Daher hatte ich nicht einmal einen Helm dabei und der Sitz war auch nicht perfekt, aber es war trotzdem eine nette Erfahrung. Bis auf einen Dreher, den ich nicht sehr genossen habe, ist es recht gut gelaufen. Es war nett von Narain (Karthikeyan; Anm. d. Red.), dass er mir seinen Helm geliehen hat. Ich wurde ins Auto gesetzt, damit ich einmal ein Gefühl dafür bekommen kann."

Wie es nun mit seiner Karriere weitergeht, weiß der 21-Jährige noch nicht, allerdings könnte er nächste Woche bei den Testfahrten des Jordan-Toyota-Teams in Silverstone zum Einsatz kommen. Über ein Engagement als dritter Mann wird derzeit verhandelt, unterschrieben ist aber noch nichts. Sollte es nicht klappen, würde er gerne in die ChampCar-Serie wechseln, doch auch dort werden die Plätze für 2005 langsam knapp.

Ob Jordan-Toyota schon in Melbourne ein drittes Auto einsetzen wird, steht noch nicht fest, da die Ressourcen des Rennstalls beschränkt sind und man mit Ersatzteilen haushalten muss. Offizielle Aussage des Teams: "Nicky ist einer der Kandidaten, die Freitagstestfahrer werden könnten, wenn wir ein drittes Auto einsetzen. Das wissen wir aber noch nicht endgültig." Spätestens zum Europaauftakt am 24. April in Imola sei aber schon damit zu rechnen.

Manfredi Ravetto, Pastorellis Manager, sendete jedenfalls vorbeugend freundliche Signale in Richtung der Teamführung: "Wir sind Jordan sehr dankbar für diese Last-Minute-Gelegenheit heute Nachmittag", sagte er gestern. "Es ist sehr gut gelaufen und wir warten nun in den nächsten Tagen auf eine Entscheidung. Vor allem Colin Kolles und Christian Geistdörfer möchte ich für ihr Vertrauen in Nicky danken, schließlich sind wir eigentlich nur für ein Meeting nach Barcelona gekommen."

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