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Head: "Konnten uns Ralf und Juan nicht mehr leisten"

23. Februar 2005 - 12:56 Uhr

Williams-Anteilseigner Patrick Head gesteht, dass die Fahrer dem Team zu teuer wurden und schießt in Richtung McLaren-Mercedes

Patrick Head
Patrick Head: Weniger finanzielle Freiheiten
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Für die kleinen Teams ist es Alltag, Fahrer zu verpflichten, die Geld mit in das Team bringen. Doch etablierte Top-Piloten wie Michael Schumacher oder Kimi Räikkönen gibt es nicht umsonst, sie fordern Millionengagen, die sich Teams mit einem zweistelligen Millionenbudget erst gar nicht leisten können.

Der Sparzwang erreicht nun aber auch Top-Teams wie das BMW WilliamsF1 Team, wo man längst auf jeden Dollar schauen muss, nachdem das Unternehmen in den vergangenen Jahren auch schon einmal eine rote Zahl im Jahresbericht stehen hatte. Dass in diesem Jahr mit Mark Webber und Nick Heidfeld zwei Fahrer im Auto sitzen, die noch nie ein Rennen gewonnen haben, ist kein Zufall.

Selbst wenn Juan-Pablo Montoya und Ralf Schumacher im Team hätten bleiben wollen, der Rennstall hätte "Nein" sagen müssen: "Die Wahrheit ist, das wir uns Ralf und Juan nicht weiter hätten leisten können. So einfach ist das", erklärte Teamanteilseigner Patrick Head am Dienstag in einem Pressegespräch.

Ein Grund hierfür ist die Tatsache, dass der in diesem Jahr beginnende neue Fünfjahresvertrag mit BMW weniger finanzielle Unterstützung durch das Münchner Unternehmen beinhaltet. "Das ist ein deutlich, deutlich geringerer finanziell vorteilhafter Deal und das brachte uns in eine Position, in der wir uns diese beiden Fahrer nicht mehr leisten konnten", so Head weiter.

Beide ehemaligen Fahrer des Teams haben neue Arbeitgeber gefunden, die in der Lage sind, das geforderte Gehalt zu zahlen, auch wenn dies von Ralf Schumacher (jetzt bei Toyota) und Neo-McLaren-Mercedes-Pilot Juan-Pablo Montoya immer wieder heruntergespielt wird: "Wir wissen ziemlich genau, was McLaren seinen beiden Fahrern (Kimi Räikkönen und Montoya; d. Red.) bezahlt und es ist eine sehr, sehr große Summe und sicherlich nicht durch die Sponsoreneinnahmen des Teams gerechtfertigt", schießt Head in Richtung Ron Dennis.

Klar hätte man Schumacher und Montoya gern behalten, aber auf der anderen Seite waren die Fahrer sechs beziehungsweise vier Jahre im Team und man konnte die selbst gesteckten Ziele mit ihnen nicht erreichen: "Vielleicht war es deshalb sowieso an der Zeit, etwas umzustellen", so Head, der seine neue Fahrerpaarung nicht als Rückschritt bezeichnen möchte. "Wir hatten ziemlich viel Glück und haben zwei Fahrer, die meiner Meinung nach eine sehr gute Leistung zeigen werden."

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