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Briatore: Setzt "Taxi-Fahrer" Schumacher unter Druck

21. Februar 2005 - 09:18 Uhr

In den Augen von Renault-Teamchef Flavio Briatore muss Schumacher unter Druck gesetzt werden, damit man ihn vom Thron stürzen kann

Flavio Briatore
Flavio Briatore will mit Fernando Alonso Weltmeister werden
© Renault

(Motorsport-Total.com) - Das Renault-Team dürfte nach den erfolgreichen Testfahrten in diesem Winter Blut geleckt haben, denn der neue R25 ist konkurrenzfähig, man sollte also ganz vorne mitmischen können. Teamchef Flavio Briatore weiß, wie man Weltmeister wird, er holte die Krone zusammen mit Michael Schumacher 1994 und 1995 bei Benetton.

Damals feierte er den Deutschen als Superstar, heute ist es Aufgabe des Italieners, vor dem Saisonstart kleinere Psychospielchen zu spielen: "Michael kam zur richtigen Zeit in die Formel 1, denn es gab damals keinen starken Wettbewerb", so der 54-Jährige gegenüber dem 'Sunday Telegraph'. "Es gab keinen Ayrton Senna und Nigel und Alain Prost waren bereits gegangen, als er seine erste Meisterschaft gewann. Damit blieben nur noch Damon Hill und Mika Häkkinen übrig, in gewisser Weise hatte er also Glück."

Verständlich, dass in Briatores Augen nun Fernando Alonso der neue Superstar ist, auch wenn sich einige Experten da mittlerweile nicht mehr so sicher sind, denn schließlich hatte der Spanier im vergangenen Jahr Teamkollege Jarno Trulli nicht immer im Griff: "Nun haben wir anstatt Schumacher Alonso. Wir haben die gleiche Philosophie und Alonso kann das gleiche erreichen. Spanien ist nun wegen Alonso eines der großen Länder für die Formel 1, wie es Deutschland wegen Michael wurde."

Wie man die "Schumacher-Nuss" knacken kann, weiß Briatore: "Wir und die anderen Teams müssen Michael unter mehr Druck setzen, denn in der letzten Saison war er wie ein Taxifahrer, der mit einem Arm aus dem Fenster fährt. Es war so einfach. Wenn man ihn unter Druck setzt, dann kann man erfolgreich sein, so wie das Hill und Häkkinen waren (Interessant, dass er seinen letztjährigen Gaststarter Jacques Villeneuve nicht aufzählt; d. Red.). Wir müssen das für das Wohl des Sports tun und ich denke, dass es dieses Jahr besser laufen wird."

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