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Barcelona: Renault dominiert mit 2005er-Rekordzeiten

18. Februar 2005 - 17:36 Uhr

Fernando Alonso und Giancarlo Fisichella pulverisierten heute die 2005er-Rekorde - Kurzdebüt von Pastorelli bei Jordan-Toyota

Fernando Alonso
Fernando Alonso ließ mit einem neuen 2005er-Streckenrekord aufhorchen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Bei etwas wärmeren Temperaturen als an den vorangegangenen Tagen - das Thermometer erreichte bis zu 16 Grad - testeten heute nur noch drei Teams in Barcelona. Geprägt wurde das Geschehen auf der Strecke in erster Linie von Renault: Fernando Alonso und Giancarlo Fisichella erreichten neue Rekordrunden für Fahrzeuge der 2005er-Generation.

Schon am Vormittag sorgte Fisichella für hochgezogene Augenbrauen, als er am Ende eines 46-Runden-Stints eine Fabelzeit von 1:14.107 in den Asphalt brannte. Wenig später verbesserte er sich auf 1:14.074, was jedoch nicht für die Spitzenposition im Tagesklassement reichte. Diese nahm Teamkollege Alonso ein, der erst am Nachmittag den Großteil seines Programms absolvierte und als erster Pilot mit einem 2005er-Auto die 1:14er-Barriere durchbrach.

Alonso und Fisichella kratzten sogar am Streckenrekord

Am Ende wurde der Spanier mit 1:13.971 nach genau 100 Runden gestoppt, womit er sogar den absoluten Streckenrekord nur um knapp zwei Zehntelsekunden verpasste. Dass auch Fisichella sagenhafte 132 Runden drehte, ist als Warnsignal für die Konkurrenz zu betrachten, denn während der Speed des R25 schon länger offensichtlich ist, hing über dem Parameter Zuverlässigkeit zuletzt doch ein großes Fragezeichen.

Lennart Schmid

Dritter wurde Ralf Schumacher (51 Runden) mit einem Rückstand von 2,547 Sekunden. Offenbar kommt der Deutsche mit dem TF105 weiterhin nur mühsam zurecht, obwohl diese Woche erstmals das stark modifizierte Aerodynamikpaket im Einsatz ist. Obendrein streikte wieder einmal die Technik: Gerade, als der 29-Jährige für einen Long-Run aus der Box fahren wollte, blieb er am Ende der Boxengasse stehen.

Bei Jordan-Toyota war neuerlich der Inder Narain Karthikeyan am schnellsten, obwohl auch er am Nachmittag einen Defekt erlitten hat und sein Auto per Lastwagen zurück an die Box gebracht werden musste. Karthikeyan umrundete den 4,727 Kilometer langen 'Circuit de Catalunya' insgesamt 83 Mal und steigerte sich gegenüber gestern um 0,590 Sekunden. Auf die Renaults fehlten ihm rund drei Sekunden, auf Schumacher jedoch nur 481 Tausendstel.

Jordan-Toyota-Piloten werden mit jedem Tag etwas schneller

Teamkollege Tiago Monteiro büßte 3,589 Sekunden auf die Spitze ein, spulte aber 120 Runden und damit beinahe zwei volle Renndistanzen ab, was zumindest hinsichtlich seines körperlichen Zustands ein gutes Zeichen für den Saisonauftakt in Melbourne ist. Auch der Portugiese legte gegenüber gestern zu - um 0,812 Sekunden -, scheint sich aber mehr und mehr zur Nummer zwei im Team hinter Karthikeyan zu entwickeln.

Jordan-Toyota wartete außerdem mit einer Überraschung auf: Nicky Pastorelli, amtierender Meister der Formel Superfund aus den Niederlanden, stieg am Nachmittag mit gelbem Overall ohne Sponsorenaufkleber und Karthikeyans Helm für 29 Runden in den EJ15. Bei seinem schnellsten Versuch kam er auf eine Zeit von 1:25.559. Pastorelli soll in den nächsten Tagen als Freitagstestfahrer der Gelben vorgestellt werden.

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