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Testabkommen steht weiter auf der Kippe

27. Januar 2005 - 14:08 Uhr

Sollte Ferrari dem Testabkommen auch weiterhin nicht beitreten, so werden auch andere Teams die Vereinbarungen nicht einhalten

Jenson Button (BAR-Honda 007)
BAR-Honda könnte sich entschließen, aus dem Testabkommen auszusteigen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Alles schien am Dienstag endlich zu einem Ende gekommen zu sein. Nach zahlreichen Diskussionen seit dem Brasilien-Grand-Prix des vergangenen Jahres einigten sich neun Teams nicht nur auf eine Testbeschränkung von nur 30 Tagen, sie unterschrieben auch ein entsprechendes Papier. Da Ferrari aber weiter außen vor bleibt, ist und bleibt es eine freiwillige Vereinbarung. Und genau das könnte dieses Abkommen letztlich doch wieder kippen.

Die Unterzeichnung am Dienstag war für einige schon überraschend, denn das BAR-Honda-Team erweckte in den vergangenen Wochen den Eindruck, nicht mehr an einer Testbeschränkung interessiert zu sein. Genau dieses Team könnte nun die getroffenen Abmachungen wieder aufweichen, da man offenbar mit der Unterschrift nur Ferrari mit in das Boot holen wollte.

Ferrari wiederum hat noch immer kein Interesse an der Beschränkung, die die anderen Teams untereinander ausarbeiteten. "Wir haben das Abkommen unterzeichnet und alle Teams stimmten dabei den gleichen Grundsätzen zu - ohne Nebenklauseln oder Bedingungen", erklärte BAR-Honda-Teamchef Nick Fry gegenüber 'Autosport'. "Die Hoffnung ist, dass durch die Unterzeichnung aller Teams auch Ferrari mit einbezogen werden kann."

Sollte dies aber nicht passieren, so könnte das Abkommen faktisch wertlos werden, wie er bestätigte. "Wenn sich Ferrari entscheidet, nicht zu unterschreiben, dann gilt ganz sicher kein Abkommen. Dann werden wir sehen, wie sich die Situation entwickelt und was wir dann tun werden", erklärte er. "Der Sport würde zum Gespött werden, wenn nur ein Team ohne jegliche Limitierung testen würde."

Aus Italien ist indes zu vernehmen, dass man keine Notwendigkeit verspüre, sich dem Testabkommen anzuschließen. Man habe ein eigenes Programm geplant, welches die Kosten senken soll. "Wir sind glücklich, dass wir dazugehören, aber es wäre töricht, wenn man annehmen würde, dass Teams, die um die Meisterschaft kämpfen, sich einen Arm auf den Rücken binden lassen", erklärte Fry weiter. "Und mit dieser Meinung stehen wir sicher nicht alleine da."

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