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Teams fordern Bedenkzeit

25. Januar 2005 - 18:56 Uhr

Das Treffen mit FIA-Präsident Max Mosley am Freitag, bei dem es um die künftige Entwicklung der Formel 1 geht, soll verschoben werden

FIA
Die FIA muss sich in Geduld üben: Die Teams fordern Bedenkzeit
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Aus schnellen Entscheidungen wurde heute am Londoner Flughafen Heathrow nichts. Bernie Ecclestone wollte beim Treffen der Teamchefs die Teams überzeugen, dem neuen Concorde Agreement zuzustimmen. Doch die Teamchefs erbaten sich weitere Bedenkzeit, auch im Hinblick auf neue Vorschläge seitens der FIA. Ein von Max Mosley für Freitag angesetztes Treffen soll hierfür sogar nach hinten verschoben werden.

Man kam überein, alles mit einem Aufwasch zu erledigen. So sollen erst die Maßnahmen, die für diese Saison getroffen wurden, in den ersten Rennen beurteilt werden, dann wolle man sich auf intensivere Verhandlungen einlassen. Doch das Treffen in London war ursprünglich nicht nur wegen des neuen Concorde Agreements einberufen worden.

Einigung auf Testlimit von 30 Tagen

Adam Carroll Vielmehr sollte die Testbeschränkung nun verabschiedet und weitere Veränderungen für eine Formel 1 nach dem derzeitig gültigen Abkommen, also ab 2008, diskutiert werden. Alle neun beteiligten Parteien einigten sich heute auf 30 freie Testtage zwischen dem ersten und letzten Saisonrennen. Ferrari bleibt hier weiterhin außen vor, und da die Italiener das Concorde Agreement bis 2012 bereits unterzeichneten, waren sie zum Treffen ohnehin nicht geladen.

Tief greifende Veränderungen sollen aber bis zum Auftakt der Europasaison verschoben werden, wie alle Teamchefs in einem gemeinsamen Brief zusammen mit Formel-1-Chef Bernie Ecclestone an FIA-Präsident Max Mosley klarstellten. Auch wenn wir den Wunsch teilen, die Kosten in der Formel 1 zu reduzieren", erklärten sie, "so ist es wichtig, dass die grundlegenden Werte der Formel 1 im Sinne der langfristigen Stabilität und des Erfolgs erhalten bleiben."

Teams wollen Vorschläge der FIA sorgsam prüfen

"Vorschläge zur Kostenreduzierung sollten im erweiterten Kontext des Erscheinungsbildes des Sports bei den Fans eingeschätzt werden", fuhren sie fort. Auf das neue Abkommen wollten sie sich nicht, oder noch nicht einlassen. "Wir werden uns strikt an den Wortlaut des Concorde Agreements halten, solange dies noch gilt, und wir vertrauen darauf, dass die FIA ebenso verfahren wird."

Vorausgegangen waren dem Treffen auch Vorschläge seitens der FIA, wie eine Formel 1 ab dem Jahr 2008 aussehen könnte. Der Nachrichtenagentur 'Reuters' liegen diese Vorschläge offenbar vor. Demnach würde sich die Formel 1 stark verändern: Einheitsreifen, stark beschnittene Aerodynamik (nur noch zehn Prozent des jetzigen Niveaus), Telemetrieverbot, Standardbremsen, Drehzahlbegrenzer, keine Ersatzautos und Rennwochenenden mit nur zwei Tagen.

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