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Pantano: "Ich habe noch ein paar Chancen"

14. Januar 2005 - 09:29 Uhr

Noch hat Giorgio Pantano den Traum von der Formel-1-Rückkehr nicht aufgegeben, doch auch die neue GP2-Serie lockt ihn

Giorgio Pantano
Giorgio Pantanos Chancen auf eine Formel-1-Rückkehr sind nicht rosig
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Giorgio Pantanos Abgang aus der Formel 1 geschah fast still und leise. Wegen finanziellen Problemen wurde der Italiener ab dem China-Grand-Prix 2004 durch Timo Glock, der bis dahin Stammfahrer war, ersetzt. Seither arbeitet Pantano intensiv an einer Formel-1-Rückkehr, doch die Chancen hierzu stehen nicht sonderlich gut, wie er selbst eingestehen musste.

"Ich habe noch ein paar Chancen, in der Formel 1 zu bleiben, aber einfach ist das nicht", erklärter er der italienischen Internetseite 'Italiaracing'. "Das Jordan-Team ist dabei eine Option, aber das hängt von den Bedingungen ab. Wenn es so wie 2004 ist, dann sollte man es lieber lassen." Auf eine weitere Saison in einem Auto, in dem man als Anfänger nur verlieren kann, hat er keine Lust.

Ohnehin möchte der 25-Jährige nicht mit Gewalt in die Formel 1 zurück. "Ich habe kein Interesse an einer Rolle als dritter Fahrer, daher sehe ich mich auch in anderen Serien um", fuhr er fort. "Die ChampCars sind ohne Zweifel interessant, aber ich kann auch nicht leugnen, dass die neue GP2-Serie eine Anziehung auf mich ausübt. Das Auto ist bezaubernd, keine Elektronik, und doch muss man 600 PS bändigen. Da liegt es also am Fahrer, ein guter kann hier den Ausschlag geben."

Doch ohne weiteres möchte er den Schritt zurück in eine Nachwuchsklasse nicht machen. "Wenn ich jemals in der GP2-Serie fahren werde, dann muss das mit einem Top-Team passieren, denn ich möchte immer um einen Sieg kämpfen können", so Pantano weiter, der sich auch freut, dass sein Ex-Jordan-Teamkollege Nick Heidfeld nun um ein BMW-Williams-Cockpit kämpft.

"Die Leute in der Formel 1 haben Heidfelds Wert nie ganz verstanden", erklärte er. "Ich habe sofort gemerkt, dass er superschnell ist, aber einige haben ihn schon abgeschrieben. Da lagen sie falsch. Nun, wo er einen Williams fährt, ändern sie ihre Meinung wieder." Heidfeld Aufstieg könnte auch Pantanos Aktien wieder steigen lassen. "In den ersten Rennen 2004 hat mich Heidfeld immer geschlagen, aber von Imola an änderte sich das und ich konnte mit ihm mithalten. Ich muss da gar nicht neidisch sein."

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