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Nick Heidfeld ist Stammfahrer

31. Januar 2005 - 11:35 Uhr

"Quick Nick" hat es geschafft: Neben Mark Webber wird er 2005 als zweiter Stammfahrer des BMW WilliamsF1 Teams an den Start gehen

Nick Heidfeld
Die Große Chance für Nick Heidfeld: 2005 fährt er für BMW WilliamsF1
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Bis zum letztmöglichen Moment hat es die Teamführung von Williams hinausgezögert, auch wenn die Entscheidung schon zuvor gefallen sein sollte: Nick Heidfeld wird in diesem Jahr neben Mark Webber für das BMW WilliamsF1 Team Rennen bestreiten. Damit hat der Mönchengladbacher das "Duell" gegen Antonio Pizzonia für sich entschieden.

Damit wiederholt sich bei WilliamsF1 die Geschichte, denn auch beim "Shootout" zwischen Jenson Button und Bruno Junqueira vor der Saison 2000 erfuhr der Engländer von seinem Glück erst wenige Minuten vor der Präsentation. Für Junqueria war die Formel-1-Karriere damit gelaufen, ein ähnliches Schicksal könnte nun auch Pizzonia treffen, auch wenn er einen Vertrag als Testfahrer sicher hat.

Am 1. Dezember nahm "Quick Nick", wie er von seinen Fans liebevoll genannt wird, erstmals im FW26 Platz, mit dem Juan Pablo Montoya ein paar Wochen zuvor den Grand Prix von Brasilien gewonnen hatte. Heidfeld absolvierte am ersten Tag 101 Runden und durfte sich nur 24 Stunden später darüber freuen, erstmals schnellster BMW-Williams-Pilot an einem Testtag gewesen zu sein - in Jerez 0,875 Sekunden vor Pizzonia. Insgesamt spulte er im November und Dezember 2.161 Testkilometer im BMW-Williams ab, während derer Frank Williams immer mehr ins Zweifeln kam, ob Pizzonia tatsächlich die beste verfügbare Variante sei.

Im Januar gingen die "Shootouts" weiter, Heidfeld zeigte wieder gute Leistungen, sodass das Pendel im BMW WilliamsF1 Team schlussendlich in Richtung des Mönchengladbachers ausschlug. Pizzonia hingegen, der 2004 als Ersatz für den verletzten Ralf Schumacher eine gute Figur abgab, steht nun vor einer ungewissen Zukunft.

Der Brasilianer ging noch im Herbst davon aus, dass er das Stammcockpit bekommen würde. Zudem konnte er auf die Unterstützung von 'Petrobras', einem brasilianischen Mineralölunternehmen, bauen. Nun könnte er das Team verlassen, denn eine weitere Chance auf einen Stammplatz im Team würde er kaum bekommen. Doch nur Jordan bietet für 2005 noch eine realistische Chance auf ein Cockpit.

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