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Mosley wünscht sich eine rasche Kostensenkung

26. Januar 2005 - 12:26 Uhr

In einem Brief an die Teamchefs hat FIA-Präsident Max Mosley für eine möglichst rasche Senkung der Kosten in der Formel 1 plädiert

Max Mosley
Max Mosley will die Senkung der Kosten wieder mehr zum Thema machen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Am kommenden Freitag werden in London Formel-1-Chef Bernie Ecclestone, FIA-Präsident Max Mosley und Vertreter aller zehn Teams zusammentreffen, um die Zukunft des Grand-Prix-Sports zu diskutieren. Ungeachtet der Diskussionen um das neue Concorde Agreement soll dabei das Hauptaugenmerk auf Vorschlägen zur Senkung der Kosten liegen.

Schon seit Jahren ist dies vor allem Mosley ein Anliegen, weil er glaubt, dass die unabhängigen Privatteams für die Formel 1 mindestens ebenso wichtig sind wie die Automobilhersteller, die sich jederzeit zurückziehen können, wenn es der jeweilige Vorstand so wünscht. Bestes Beispiel hierfür ist der Ford-Verkauf des Jaguar-Teams an 'Red Bull'. Doch während die Teams etwaige Regeländerungen sorgfältig abwägen wollen, ist die FIA offenbar für möglichst rasches Handeln.

Mosley plädiert für möglichst rasche Entscheidungen

"Wir glauben, dass die Pläne für 2008 innerhalb weniger Wochen finalisiert werden können", schrieb Mosley in seinem Brief an die Teamchefs, "und anschließend wünschen wir uns, dass sich die an der Formel 1 teilnehmenden Teams ehestens für 2006 und 2007 etwas überlegen. Wir vertrauen darauf, dass die Teams zustimmen, dass die frühzeitige Implementierung von kostensenkenden Maßnahmen höchst wünschenswert ist, um finanzielle Stabilität im Sport zu erreichen, und zwar für alle Mitbewerber und die unabhängigen Teams im Besonderen." Andy Priaulx

Der 64-Jährige fordert außerdem "dringend" zur Ergreifung von Maßnahmen auf und weist konkret darauf hin, dass er es als Geldverschwendung erachtet, wenn die Teams Unsummen in Detaillösungen investieren, von denen die Fans auf den Tribünen und vor den Fernsehschirmen nicht einmal etwas mitbekommen: "Das ist rausgeschmissenes Geld", äußerte er sich gewohnt deutlich. Damit bleibt er seinem Kurs der letzten Jahre treu.

Große Teams sollen gehandicapt werden

Aber der Brite bringt auch konkrete Vorschläge in die Diskussion ein: "Wir müssen die Bedeutung teurer Technologien untergraben, sodass der Gewinn an Leistung durch das Ausgeben von hohen Summen minimal ist. Damit meine ich, dass die Leistung/Ausgaben-Kurve so flach wie möglich sein sollte. Wir können ein Team zum Beispiel nicht davon abhalten, 24 Stunden am Tag im Windkanal zu arbeiten, aber mit intelligenten aerodynamischen Regeln können wir sicherstellen, dass der dadurch erlangte Leistungsvorteil gegenüber einem weniger gut ausgestatteten Team so gering wie möglich ist."

Im Gegensatz zu Mosley, der die Formel 1 für die Teams durch geringere Ausgaben leistbarer machen will, kämpfen die Teams selbst für eine höhere Beteiligung an den TV-Einnahmen. So hat Ferrari als erstes Team ein neues Concorde Agreement mit verbesserter Einnahmenquote unterschrieben. Die anderen neun Rennställe lassen sich damit im Moment noch Zeit, weil sie gemeinsam um eine bessere Position kämpfen wollen.

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