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McLaren und Räikkönen: Die Wahrheit herausfinden

24. Januar 2005 - 15:40 Uhr

Das McLaren-Mercedes-Team wird die Hintergründe der Gerüchte über Kimi Räikkönens Auftritt in einem Nachtklub untersuchen

Martin Whitmarsh
Martin Whitmarsh: "Die Wahrnehmung kann wirklich sehr negativ ausfallen"
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Die Wellen, die der Bericht in der Sonntagsausgabe des britischen Boulevardblattes The People' schlug, waren hoch. Kimi Räikkönen soll in einem Londoner Nachtklub "sturzbetrunken" für einen Eklat gesorgt haben. "Als ich einen der weltbesten Rennfahrer sah, wie er mit heruntergelassenen Hosen dastand, konnte ich es nicht glauben", zitiert das Blatt den Manager des Etablissements.

Bei der heutigen Jungfernfahrt des neuen McLaren-Mercedes MP4-20 in Barcelona wollte die Teamführung nicht näher auf den Bericht eingehen. "Ich bin mir den Berichten in den Medien bewusst", erklärte McLarens Geschäftsführer Martin Whitmarsh. "Dies ist weder für ihn noch für das Team willkommen. Aber wie so oft bei diesen Artikeln müssen sie nicht vollständig wahr sein und es ist auch sein Privatleben."

Sanktionen sind offenbar nicht geplant, doch dazu wäre es ohnehin noch zu früh. Zunächst müsse man herausfinden, was wirklich geschah. "Kimi ist konzentriert und ich habe mit ihm gesprochen", fuhr er fort. "Wir nehmen das ernst, und wir müssen herausfinden, was die Wahrheit ist." Doch ob die Geschichte nun wahr ist oder nicht, einen negativen Einfluss auf das Image des Teams wird sie haben.

"Ich sagte bereits, dass diese Dinge überspitzt dargestellt sein können, und ich glaube, dass das hier der Fall ist, aber die Wahrnehmung davon kann wirklich sehr negativ ausfallen", erklärte Whitmarsh. "Multinationale Unternehmen investieren nicht wegen eines solchen Images in die Formel 1. Vielleicht war es ein wenig naiv und Kimi lernt gerade, dass er ultravorsichtig sein muss, wenn er in der Öffentlichkeit seinen Spaß haben will."

Wie sich die Zeiten doch ändern können. Noch vor nicht allzu langer Zeit wäre ein medienträchtiger Auftritt in einem Nachtklub oder ein Alkoholexzess nicht ungewöhnlich für einen Formel-1-Fahrer gewesen. Doch die Zeiten der "Lebemänner" in der Formel 1 sind endgültig vorbei. Nicht nur, weil solche Charaktere kaum die heute geforderte Leistung erbringen würden, sondern auch, weil ihr Image in der Formel 1 nicht mehr tragbar wäre.

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