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Jordan-Midland-Deal scheinbar perfekt

23. Januar 2005 - 20:07 Uhr

Teamchef Eddie Jordan und 'Midland'-Boss Alexander Shnaider scheinen sich einig zu sein: Künftig geht man in der Formel 1 gemeinsame Wege

Jordan-Transporter in Italien
Eddie Jordan hat in Alexander Shnaider offenbar den erhofften Investor gefunden
© Jordan

(Motorsport-Total.com) - Die seit dem vergangenen Wochenende andauernden, intensiven Diskussionen über den Verkauf des Jordan-Teams scheinen endgültig ein Ende gefunden zu haben. Wie 'Autosport' berichtet, ist der Deal zwischen 'Midland'-Chef Alexander Shnaider und Teamchef Eddie Jordan besiegelt. Für Shnaider ergibt sich so die Möglichkeit, mit einigen Vorteilen in die Formel 1 einzusteigen.

Mit einem eigenen Team müsste er bei der obersten Motorsportbehörde FIA 48 Millionen Dollar Einschreibegebühr hinterlegen, die er jedoch nach und nach ausgezahlt bekäme. Schwerwiegender wäre jedoch, dass ein neuer Rennstall, der 2006 einsteigt, erst 2008 an den TV-Einnahmen beteiligt wird. Einen Sitz in der Formel-1-Kommission bekäme man auch erst im dritten Jahr. All diese Nachteile könnte Shnaider umgehen, wenn er Jordan übernimmt.

Einig sollen sich beide Parteien schon zuvor gewesen sein, doch zahlreiche kleinere Probleme hielten beide von einer Unterschrift ab. Informationen der Publikation zufolge konnte die endgültige Übereinkunft erst in den frühen Stunden des Samstagmorgens erreicht werden. Mit einer öffentlichen Bekanntgabe des Deals könnten beide noch etwas warten, hierzu scheint noch keine Entscheidung gefallen zu sein.

Unklar ist derzeit ebenfalls, in welcher Form sich Shnaider bei Jordan engagieren wird. Denkbar wäre, dass er zunächst nur Minderheitsanteile des Rennstalls übernimmt und erst Ende 2005 den Rest hinzukauft. Eddie Jordans Ankündigung, dass sich seine Rolle im Team verändern wird, könnte sich dennoch erfüllen. Es wird erwartet, dass Shnaider den Posten des Teamchefs besetzen wird.

"Mit dem Kauf von Jordan könnten wir schon im März 2005 an den Start gehen statt erst 2006", erklärte Shnaider in der 'Welt am Sonntag'. "Der größte Gewinn wäre der Zeitgewinn. Ein komplett neues Lehrjahr ist in der extrem schnellebigen und dynamischen Formel-1-Welt ein gigantischer Kostenfaktor, den es aufmerksam zu beachten gilt. Konkret würden wir 2005 als Jordan-Team antreten, es dann ab Ende 2005 unter dem Namen 'Midland F1' weiterführen."

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