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FIA-Meeting soll stattfinden

26. Januar 2005 - 09:59 Uhr

Obschon die Teamchefs in einem Brief an FIA-Präsident Max Mosley um Bedenkzeit baten, soll das Treffen am Freitag wie geplant stattfinden

Max Mosley
Max Mosley möchte das Treffen am kommenden Freitag nicht absagen
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Am kommenden Freitag sollen Gespräche darüber beginnen, wie sich die Teams eine Formel 1 der Zukunft vorstellen. Doch zuvor zeigten die neun Teamchefs ihre Zähne. Bei einem Treffen am Dienstag in London beschlossen sie gemeinsam mit Formel-1-Chef Bernie Ecclestone, in einem Brief an FIA-Präsident Max Mosley eine Verschiebung des Auftakttreffens zu fordern. Man wolle erst die ersten Rennen 2005 abwarten, um die Maßnahmen für diese Saison einschätzen zu können.

"Wir begrüßen die Initiative für 2008, der Konsens unseres Treffens ist aber, dass es zu früh ist, detaillierte Maßnahmen zu diskutieren", so die Teamchefs. Ehe man sich über künftige Gestaltungen unterhält, wolle man Marktstudien abwarten, um zu wissen, welchen Weg die Masse der Fans einschlagen würde.

Als Zeitpunkt streben die Teams die Saisonmitte an, dann, so fuhren sie fort, "werden wir in einer Position sein, unsere gemeinsamen Vorschläge der FIA zu präsentierten, dann bleibt bis zum Ende des Jahres genug Zeit, alle involvierten Parteien zu konsultieren und zu einem zufrieden stellenden Ergebnis zu kommen".

"Auch wenn wir es anerkennen, dass die Regeln für 2008 schon jetzt beschlossen werden sollen, so glauben wir, dass Gespräche und Nachforschungen den Prozess verbessern und ein besseres Rahmenwerk für unseren Sport liefern werden", schlossen die Teamchefs ab. Doch die gemeinsame Bitte aus London stößt bei der FIA auf taube Ohren.

"Das Treffen wird stattfinden", erklärte ein FIA-Sprecher gegenüber 'Autosport'. "Unser Ziel ist es, sicherzustellen, dass jedes Team die Gelegenheit bekommt, ihre Meinung zu äußern." Bisher hätten nur vier Teams eigene Vorschläge für eine zukünftige Formel 1 präsentiert. Bei diesen vier Teams soll es sich um BAR, Ferrari, Renault und Williams handeln.

Die Vorschläge, die Mosley bereits den Teams unterbreitete, sind dabei so umfangreich und weitreichend, dass mehr Bedenkzeit nur logisch erscheint. Ab 2008 sollen in der Formel 1 Einheitsreifen, eine stark beschnittene Aerodynamik (nur noch zehn Prozent des jetzigen Niveaus), ein Telemetrieverbot, Standardbremsen, Drehzahlbegrenzer, keine Ersatzautos und Rennwochenenden mit nur zwei Tagen Einzug halten.

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