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Davidson Wunschkandidat der neuen Jordan-Führung

26. Januar 2005 - 19:12 Uhr

Als einziges Team hat Jordan noch keine Fahrer für 2005 unter Vertrag, die neue Führung von Midland wird aber bald eine Entscheidung treffen

Anthony Davidson
Anthony Davidson steht auf der Wunschliste des Jordan-Teams ganz oben
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Als einziges Team hat Jordan noch keinen Fahrer für die kommende Rennsaison unter Vertrag genommen. Die Entscheidung, die schon bald bekannt gegeben werden soll, liegt allerdings nicht in den Händen von Eddie Jordan, sondern in jenen der neuen Teamführung, die von den Eigentümern von Midland installiert worden ist.

Offenbar sind dadurch die Chancen von Timo Glock auf ein Minimum gesunken, während ChampCar-Pilot Mario Dominguez trotz anderwärtiger vertraglicher Verpflichtungen als heißer Kandidat gehandelt wird. Für Colin Kolles, den Teammanager, steht allerdings ein anderer Name ganz oben auf der Wunschliste: "Anthony Davidson ist einer meiner Lieblingsfahrer", erklärte er. "Das gilt auch für Trevor (Carlin; Sportchef), aber es ist nicht allein unsere Entscheidung. Wir beobachten ihn schon lange und werden versuchen, eine Einigung zu erzielen, aber das ist nicht einfach."

Ursprünglich wollte Davidson ja von BAR-Honda zu BMW-Williams wechseln, der Deal scheiterte jedoch am Veto seines derzeitigen Rennstalls, für den er 2005 ausschließlich Testfahrten bestreiten wird. Zwar hat der 25-Jährige selbst immer wieder betont, dass er nicht für ein drittklassiges Team an Grands Prix teilnehmen will, allerdings ist nicht undenkbar, dass er doch schwach wird, wenn sich die Chance auf ein permanentes Cockpit bietet.

Eine Entscheidung bezüglich der Fahrerfrage soll es "sehr bald" geben, fuhr Kolles fort: "Ich denke, unsere Vorschläge sind nicht so weit von denen entfernt, die Jordan im Sinn hatte. Ich selbst komme aber aus der Formel 3, kenne viele junge Fahrer und daher ist das für mich ein Anhaltspunkt." Darüber hinaus betonte er, dass Geld "kein Problem" sei und daher nicht das Sponsorenbudget den Ausschlag geben wird, wie es bei Jordan der Fall gewesen wäre.

Langfristig möchte Midland einen russischen Fahrer zum Erfolg führen: "Wir müssen russische Talente ausbilden", so Kolles. "Zu diesem Zweck werden wir ein Formel-3-Team in der Euroserie betreiben, damit wir einen Russen einsetzen können. Es läuft leider nicht so, dass man nach Russland fliegt und einen beliebigen Fahrer auswählen kann." Konkrete Namen scheinen freilich noch nicht auf dem Tisch zu liegen.

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