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Brunner: Toyota ist "aus der Pubertät" heraus

21. Januar 2005 - 10:23 Uhr

Toyota-Chefdesigner Gustav Brunner traut Toyota 2005 den Durchbruch zu, weil er glaubt, dass das Team erwachsen geworden ist

Gustav Brunner
Brunner findet, dass Toyota langsam erwachsen wird, und ist optimistisch
© Toyota

(Motorsport-Total.com) - Mit Ralf Schumacher und Jarno Trulli will Toyota 2005 einen Großangriff auf die Top-Teams starten, was zuletzt auch in den optimistischen Aussagen der Verantwortlichen zu spüren war. Die letzten Testfahrten sind allerdings nur bedingt erfolgreich verlaufen, weshalb die Frage berechtigt ist, worauf Toyota den neuen Optimismus begründet.

Gustav Brunner, als Chefdesigner quasi die Nummer zwei der Technikabteilung hinter Mike Gascoyne, hat darauf eine Antwort: "Ein Jahr ohne Erfolg zu haben, kann frustrieren und demotivieren. Für uns aber war 2004 ein großer Ansporn", teilte er gegenüber 'Motorsport aktuell' mit. "Nach dieser Watsche standen wir stärker als je zuvor wieder auf den Beinen. Die Jungs haben sich nicht einschüchtern lassen."

"Wir haben ein gutes Auto gebaut", sagt der Österreicher über den neuen TF105, "wir machen große Fortschritte in der Aerodynamik, wir haben einen positiven Geist. Wir haben neue Fahrer, mit denen wir sehr glücklich sind." Ansonsten sei vieles unverändert geblieben, aber: "Wir haben vielleicht die Philosophie etwas geändert, um konzentrierter und methodischer zu arbeiten. Unser Team wurde langsam erwachsen."

Dies sei der Knackpunkt, glaubt Brunner, denn während Toyota schon bisher keinen Mangel an Ressourcen oder Finanzen hatte, fehlte es der jungen Truppe an Erfahrung. 2005 ist jedoch schon das vierte Jahr des japanisch-deutschen Rennstalls in der Formel 1 - und langsam gehen der Teamleitung die Ausreden aus. Auch der Konzernvorstand in Japan wird über kurz oder lang Erfolge erwarten.

"Wir hatten letztes Jahr ein viel besseres Auto als die Ergebnisse zeigten", entgegnete Brunner gelassen. "Das war obendrauf eine zusätzliche Watsche. Es sind nicht die technischen Probleme, sondern die menschlichen Probleme. Jetzt sind wir aus der Pubertät. Wir sind voller Zuversicht." Vor allem in der wichtigen Arbeit mit dem hochmodernen Windkanal in Köln habe das Team viel dazugelernt, war zuletzt zu vernehmen.

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