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Briscoe: Jordan-Option war zu unsicher

27. Januar 2005 - 15:33 Uhr

Ryan Briscoe schlug im November bewusst das Cockpit-Angebot von Jordan aus, um sich in der IRL eine sichere Zukunft aufzubauen

Ryan Briscoe
Ryan Briscoe entschied sich bewusst gegen ein Cockpit bei Jordan
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Ryan Briscoes Entscheidung, seine Formel-1-Ambitionen für das Jahr 2005 zu verwerfen und in die IRL zu wechseln, mag nicht ganz nachvollziehbar sein, aber sie ist konsequent und macht in einem längerfristigen Kontext auch durchaus Sinn. Dabei erschien es bin Ende November des vergangenen Jahres fast sicher, dass er einen Stammplatz bei Jordan bekommen würde.

Die Verbindung war ideal. Briscoe ist langfristig an Toyota gebunden und das Jordan-Team bekommt 2005 Kundenmotoren von den Japanern. Die Verhandlungen schritten voran, alles sah so aus, als ob er 2005 in seiner australischen Heimat sein Formel-1-Debüt geben würde. "Im November war alles bereit, die Verhandlungen standen vor dem Abschluss, ein Test mit Jordan war organisiert", erklärte Briscoe gegenüber 'AtlasF1'.

"Ich war recht zuversichtlich, dass ich den Platz bekommen würde", fuhr er fort. "Wenn ich diesen Weg weiter bestritten hätte, dann bin ich mir zu 100 Prozent sicher, dass ich in diesem Jahr im Jordan gesessen hätte." Doch dazu kam es nicht. Briscoe brach die Verhandlungen ab und entschied sich damit bewusst gegen den Start der Formel-1-Karriere.

Adam Carroll "Bei Jordan gab es für mich einfach zu viele Zweifel", erklärte er. "Es ging nur um ein Jahr, das gab mir nicht wirklich eine sichere Zukunft." Anders sah es in den USA aus. Chip Ganassi bot dem Australier einen langjährigen Vertrag an. Zudem waren die Chancen in der Formel 1 beschränkt, denn seine Zukunft bei Toyota war vorerst verbaut. Ralf Schumacher und Jarno Trulli kamen neu in das Team. "Sie wollten sie für zwei Jahre binden, sie sind ja beide Grand-Prix-Sieger."

So wird der 23-Jährige in diesem Jahr in der IRL an den Start gehen. Dass das Ganassi-Team dabei ebenfalls auf Toyota-Motoren setzt, gibt ihm die Chance, bei Toyota nicht in Vergessenheit zu geraten. Zudem kann er in den USA entspannt in die Zukunft schauen. "Beim Jordan-Deal wäre ich zwar in der Formel 1 gewesen, aber ich bin sicher, dass ich Ende 2005 wieder in der gleichen Situation gewesen wäre. Ich hätte wieder Geld für ein Cockpit finden müssen, dazu noch bei einem Team, das nicht im vorderen Feld fährt."

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