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Moss: Schumacher nicht so gut wie Fangio oder Senna

25. Dezember 2004 - 15:10 Uhr

Stirling Moss sieht keinen Wechsel auf die Formel 1 zukommen, glaubt aber, dass Fangio und Senna besser waren als es Schumacher ist

Stirling Moss
Stirling Moss schätz Fangio und Senna höher ein als Michael Schumacher
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Aus der gut 50-jährigen Geschichte der Formel-1-Weltmeisterschaft einen besten Fahrer aller Zeiten herauszustreichen, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Zu viele unterschiedliche Voraussetzungen, zu viele verschiedene Epochen hat es gegeben, als dass man die Gegenwart ernsthaft mit der Vergangenheit vergleichen könnte.

Einer, der wohl noch am ehesten in der Position ist, Vergleiche anzustellen, ist Stirling Moss. Der erfolgreichste Formel-1-Pilot, der nie einen WM-Titel errungen hat, fuhr zu seinen aktiven Zeiten selbst gegen Juan-Manuel Fangio und sah Ayrton Senna und Michael Schumacher aus nächster Nähe am Lenkrad werken. Sein Urteil: Schumacher mag der erfolgreichste Rennfahrer aller Zeiten sein, der beste ist er aber nicht.

"Ich glaube nicht, dass Michael so gut wie Fangio oder Senna ist", wird der 75-Jährige von 'Autosport' zitiert. "Man kann das aber auch nicht wirklich vergleichen, denn ich glaube nicht, dass Michael auch so viele Fehler gemacht hätte wie heute, wenn er zu unserer Zeit gefahren wäre. Er macht nämlich eine ganze Menge Fehler, aber er kann es sich leisten, also warum sollte er sie nicht machen? Man darf ihn dafür nicht kritisieren."

Moss führt die unvergleichliche Erfolgsbilanz des siebenfachen Weltmeisters großteils auf seine materielle Überlegenheit gegenüber der Konkurrenz zurück, die sich Schumacher freilich selbst erarbeitet hat. Ferrari ist zweifellos das beste Team der Formel 1 und wird es wohl auch 2005 bleiben - weshalb keine Ablösung an der Spitze zu erwarten ist. Auch der erfolgreichste Nicht-Weltmeister aller Zeiten ist dieser Meinung.

"Ich kann keine wesentliche Änderung des Kräfteverhältnisses auf uns zukommen sehen, wenn ich ehrlich sein soll", gab er zu Protokoll. "Zumindest kurzfristig" werde alles wie gehabt bleiben. Aber: "Man kann natürlich schon hoffen, dass BAR und Jenson noch stärker werden, vielleicht auch Renault, aber das große Problem ist, dass Ferrari ein so gutes und komplettes Team hat und noch dazu den derzeit besten Fahrer als Führungspersönlichkeit."

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