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Blundell rechnet 2005 mit Konkurrenz für Ferrari

25. Dezember 2004 - 14:33 Uhr

BMW-Williams und vor allem McLaren-Mercedes traut Ex-Formel-1-Pilot Mark Blundell eine wesentlich stärkere Saison als dieses Jahr zu

Mark Blundell
Mark Blundell schreibt BMW-Williams und McLaren-Mercedes für 2005 nicht ab
© Bentley

(Motorsport-Total.com) - Mit 174 beziehungsweise 193 Punkten Rückstand auf Ferrari haben BMW-Williams und McLaren-Mercedes ihre Saisonziele 2004 ganz klar verpasst. Dennoch glaubt kaum ein Experte, dass diese beiden Teams auch 2005 schwächeln werden. Einer, der ihnen einen großen Schritt nach vorne zutraut, ist Mark Blundell.

Der 38-Jährige fuhr während seiner aktiven Karriere unter anderem für McLaren und taucht in britischen Medien immer wieder mit seinen Kommentaren über die Formel 1 auf. Schon seit längerem äußert er sich im Rahmen dessen meist positiv über Michael Schumacher, aber aufgrund seiner Herkunft liegen ihm natürlich auch die britischen Teams und Fahrer am Herzen. Insofern ist es kaum verwunderlich, dass er BMW-Williams und McLaren-Mercedes weiter auf seiner Rechnung hat.

Blundell traut McLaren und Williams eine Trendwende zu

"Ich denke, diese Jungs waren selbst am meisten enttäuscht, als sie am Ende der Saison die Resultate analysiert haben", erklärte Blundell. "Sie hatten Probleme mit der Zuverlässigkeit und müssen das in den Griff bekommen. Williams ist sicher happy damit, am Ende noch ein Rennen gewonnen zu haben. Das ist für jedes Team gut. Ich denke, dass diese beiden Teams groß genug sind und genug Erfahrung haben, um es mit Ferrari aufzunehmen." Mirko Bortolotti

Dass es 2004 nicht geklappt hat, ist in seinen Augen nicht ungewöhnlich: "Vor vier oder fünf Jahren hat Ferrari auch keine guten Leistungen erbracht. Ich denke, es hängt alles davon ab, das Team dazu zu bringen, dass alle an einem Strang ziehen - und das passiert nicht über Nacht", so der Brite. "Diese Jungs haben in der Vergangenheit schon gewonnen und langsam kommen sie da wieder hin. Vor allem McLaren scheint große Schritte zu machen und voran zu kommen."

Personelle Stabilität als Erfolgsgeheimnis bei Ferrari

Das Geheimnis hinter dem Erfolg von Ferrari ist Blundells Meinung nach die Stabilität über viele Jahre hinweg - etwas, was es bei Williams zuletzt nicht gegeben hat: "Es taucht eine neue Generation an Leuten auf und es gibt verschiedene Philosophien. Das könnte sich 2005 auswirken." Unter anderem hat ja Sam Michael Patrick Head als Technischen Direktor abgelöst, Andrea Terzi musste die Aerodynamikabteilung für Loïc Bigois räumen und Chefdesigner Gavin Fisher war wegen eines Motorradunfalls wochenlang arbeitsunfähig.

Natürlich sieht Blundell aber auch Michael Schumacher als essentiellen Faktor für die Ferrari-Dominanz - der Deutsche ist für ihn der beste Fahrer der Formel 1. Dahinter folgen laut dem Sportwagen-Piloten Jenson Button aufgrund seiner Konstanz, anschließend Kimi Räikkönen, Rubens Barrichello und Juan-Pablo Montoya, der einige Male "inspirierend" unterwegs gewesen sei, die nötige Konstanz aber noch vermissen ließe, so der 61-fache Grand-Prix-Teilnehmer.

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