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Zwölf Millionen Euro für das BMW-Williams-Team

12. Oktober 2004 - 13:06 Uhr

Die 'Royal Bank of Scotland' soll neuer Sponsor von BMW-Williams werden und jährlich zwölf Millionen Euro investieren

BMW-Williams-Motorhaube
Die 'Royal Bank of Scotland' soll auf den Seitenkästen beworben werden
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Dem BMW-Williams-Team blüht für kommende Saison ein angenehmer Zuwachs des Budgets: Die 'Royal Bank of Scotland' hat angeblich mit dem britisch-deutschen Rennstall ein Sponsoringabkommen unterzeichnet, welches pro Jahr 15 Millionen Dollar, umgerechnet rund zwölf Millionen Euro, wert sein soll.

Schon seit mehreren Monaten untersucht die 'Royal Bank of Scotland' einen möglichen Formel-1-Einstieg. Als Chef-Verhandler wurde Sir Jackie Stewart engagiert, was ein Engagement bei Jaguar vermuten ließ, doch es sickerte rasch durch, dass daran seitens der Bankengruppe kein Interesse bestand. Ernsthaft in Betracht gezogen wurden die Teams BMW-Williams, McLaren-Mercedes und BAR-Honda.

Relativ schnell aus dem Rennen war McLaren-Mercedes, obwohl die "Silberpfeile" laut 'BusinessF1' sogar angeboten haben sollen, das Auto blau - also in den Firmenfarben der 'Royal Bank of Scotland' - zu lackieren. Schlussendlich dürfte das Pendel in Richtung BMW-Williams ausschlagen, weil das britisch-deutsche Team vom Profil und vom Farbschema her genau den Anforderungen entspricht und zudem möglicherweise das nationale Aushängeschild Jenson Button an Bord holen wird.

Schon vor der Entscheidung des Genfer 'Contract Recognition Boards' am Samstag in Genf soll sich die 'Royal Bank of Scotland' laut 'grandprix.com' nun aber für Williams entschieden haben. Maßgeblich verantwortlich für den Deal zeichnet sich demnach Williams-Marketing-Mann Jim Wright, der noch im September von positiven, aber noch nicht abgeschlossenen Verhandlungen sprach. Offizielle Informationen dazu gibt derzeit noch keine.

Indes hat 'F1Total.com' aus zuverlässiger Quelle exklusiv erfahren, dass der Deal noch nicht unterschriftsreif ist, die Verhandlungen aber hinter den Kulissen laufen und schon bald zu einem Abschluss führen könnten. Demnach sind nur noch Formalitäten und rechtliche Angelegenheiten zu klären, prinzipiell sei sich Williams aber mit dem potenziellen neuen Partner einig. Wann eine Bekanntgabe stattfinden wird, ist jedoch noch nicht bekannt. Karl Wendlinger

Die 'Royal Bank of Scotland', gegründet 1727, ist die zweitgrößte Bankengruppe in Europa und die sechstgrößte weltweit. Im ersten Halbjahr 2004 stieg der Umsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum 2003 um zwölf Prozent auf knapp 5,6 Milliarden Euro. Weltweit beschäftigt der Konzern mit den blau-weißen Firmenfarben rund 125.000 Mitarbeiter, und er gehört zu den traditionsreichsten Unternehmen auf der britischen Insel.

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