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Williams-Team spart bei den Fahrergehältern

09. Oktober 2004 - 16:05 Uhr

Von einem Gehalt, wie es Ralf Schumacher von Williams kassierte, können Mark Webber und Jenson Button nur träumen

Williams und Head
Für Williams und Head ist das Auto der Star, nicht der Fahrer
© BMW AG

(Motorsport-Total.com) - Frank Williams ist bekannt dafür, dass er sein Budget lieber in die Entwicklung des Autos steckt, als es den Fahrern auf die Gehaltsschecks zu schreiben. Der Star im Williams-Team ist das Auto und nicht der Fahrer. Wie es Schumacher-Manager Willi Weber geschafft hat, den Briten zu überreden, Ralf Schumacher geschätzte 13 Millionen Euro Jahresgage zu zahlen, ist vielen Formel-1-Experten bis heute ein Rätsel. Montoya soll mit 7 Millionen Euro nur etwas mehr als die Hälfte erhalten haben, was im Team zu Spannungen geführt hat.

Der Verlust beider Fahrer an die Konkurrenz stellt für Frank Williams die Chance dar, alles wieder so wie früher zu handhaben, zumal der britische Rennstall wie alle anderen Teams auf das Geld schauen muss. Mark Webber wird laut 'BusinessF1' ein Basisgehalt von umgerechnet 2,8 Millionen Euro erhalten, für jeden WM-Punkt zahlt das Team rund 8.000 Euro, je nach Position in der Weltmeisterschaft gibt es eine zusätzliche Gratifikation.

Auch das "Lohngefälle" zum Teamkollegen wird deutlich geringer ausfallen. Jenson Button soll - wenn der Wechsel denn tatsächlich vollzogen wird - genauso viel verdienen, wie im BAR-Honda gezahlt hätte, nämlich rund 3,2 Millionen, wobei diese Zahl nicht bestätigt ist. In der Summe spart der Rennstall dadurch im kommenden Jahr rund 11 Millionen Euro, die in die Entwicklung des Autos fließen sollen.

"Frank und Patrick (Head, Teamanteilseigner; d. Red.) haben realisiert, dass sie einen großen Fehler gemacht haben, als die völlig verschiedenen Gehälter von Ralf Schumacher und Juan-Pablo Montoya 2003 und 2004 offensichtlich wurden", so ein Insider des Teams. "Das führte zu Disharmonie und dem wollten sie aus dem Weg gehen."

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