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Patrick Friesacher testet im Dezember für Jordan

12. Oktober 2004 - 14:09 Uhr

Formel-3000-Hoffnung Patrick Friesacher verriet gegenüber 'F1Total.com', dass er neben Minardi auch Jordan testen wird

Patrick Friesacher
Patrick Friesacher arbeitet derzeit an seiner Formel-1-Premiere
© Coloni

(Motorsport-Total.com) - Mitte August hat der Sieger der letzten beiden Formel-3000-Rennen in Ungarn, Patrick Friesacher, behauptet, seine Chancen, nächstes Jahr in der Formel 1 zu fahren, lägen bei 70 Prozent. Inzwischen ist dieser Traum konkreter geworden: Nach seinem Test für Minardi darf er im Dezember auch einen Jordan ausprobieren.

Dies bestätigte der Österreicher heute am Telefon gegenüber 'F1Total.com': "Der Test ist fix und wird in Jerez stattfinden, im Dezember. Das genaue Datum steht aber noch nicht fest." Der Kontakt wurde erst vor einigen Wochen geknüpft: "Mein Manager, der auch Zsolt Baumgartner betreut, der ja letztes Jahr zwei Grands Prix für Jordan gefahren ist, kennt Eddie Jordan recht gut. So ist das zustande gekommen."

Aufgrund der finanziell instabilen Lage bei Jordan, wo im Moment andere Piloten als Favoriten auf die Stammcockpits gehandelt werden, falls das Team den Winter überhaupt überlebt, ist Minardi für Friesacher wohl die wahrscheinlichere Variante. Am 25. November wird der 24-Jährige in Italien in einen der schwarzen Boliden steigen. Sollte er dabei überzeugen, steht einem Engagement prinzipiell nichts mehr im Weg.

Offen ist freilich noch die Geldfrage, denn sowohl Jordan als auch Minardi können aufgrund der angespannten wirtschaftlichen Situation nur Fahrer engagieren, die Sponsoren mitbringen. Friesacher ist sich dessen bewusst: "Wenn das Geld am Tisch ist, dann fahren wir." Diesbezüglich gibt es Verhandlungen mit "zwei großen Sponsoren". Aber: "Es schaut ganz gut aus, unter Dach und Fach ist jedoch noch nichts."

Zu 'Red Bull' gibt es keine Verbindung mehr, bestätigte er: "Das hat sich letztes Jahr erledigt." Sollte es aber mit einem Renncockpit nicht klappen, würde Friesacher auch andere Optionen in Betracht ziehen: "Dann würde ich versuchen, als Testfahrer unterzukommen. Das wäre die zweite Alternative. Ansonsten würde mich auch Amerika, die ChampCar-Serie, interessieren. Ich war letztes Jahr beim Rennen in Miami und habe auch mit einigen Teamchefs gesprochen, aber erst einmal konzentriere ich mich voll und ganz auf die Formel 1."

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