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Kehrt Tomas Scheckter in die Formel 1 zurück?

09. Oktober 2004 - 16:43 Uhr

Das Management von Tomas Scheckter möchte den 23-Jährigen in der Formel 1 sehen, doch am Südafrikaner haftet das Negativimage

Tomas Scheckter
Tomas Scheckter war 2001 Testfahrer von Jaguar Racing
© Jaguar

(Motorsport-Total.com) - Als Jaguar-Testfahrer hatte Tomas Scheckter 2001 bereits einen Fuß in der Formel 1, doch nach einem Ausrutscher auf dem Autostrich beendeten die "Grünen" die Zusammenarbeit mit dem Südafrikaner. Scheckter wechselte in die amerikanische Rennserie Indy Racing League (IRL), wo er erneut für einige Negativschlagzeilen sorgte.

Ex-Formel-1-Weltmeister und Vater Jody Scheckter möchte seinen Sohn jedoch Gerüchten zufolge wieder in die Formel 1 lotsen, angeblich schon 2005. Ein Hinweis darauf ist die Tatsache, dass der Vater des 23-Jährigen sein Haus in den USA verkauft und mit seiner Familie nach England zurückkehrt.

"Die Leute sind hellhörig", wird Manager Enrico Zanarini von 'BusinessF1' zitiert. "Tomas hat sich gegen Alonso und Massa in der Formel 3 gut aus der Affäre gezogen und Paffet demontiert. Ich werde sicherstellen, dass ich von einem Team das Versprechen erhalte, dass man ihn testen lässt. Er könnte in den USA bleiben und dort das große Geld machen, aber dann würde man sein Talent verschwenden."

Ob Scheckter für die harte Welt der Formel 1 geeinigt ist, darf nach den Eskapaden des Südafrikaners aber bezweifelt werden. Auch in den USA fiel er mit fragwürdigen Aktionen auf und abseits der Strecke auf, die ihm eine Geldstrafe und Sperre einbrachten. Vor zwei Jahren brachte es Scheckter junior sogar fertig, ohne Ankündigung nicht zu einem Rennen zu reisen, um dann dem verdutzten Team am Telefon zu erklären, dass die Zusammenarbeit hiermit beendet sei.

Sein damaliger Teamchef Eddie Cheever junior bescheinigte Tomas Scheckter damals durchaus das Talent, ein ganz Großer zu werden, kritisierte jedoch auch das Verhalten des Rennfahrers, schließlich sei die IRL "kein Kindergarten für talentierte Rennfahrer": "Er besitzt diese Fähigkeit, dumme Manöver auf der Strecke zu vollführen, sobald er das jedoch erst einmal abgestellt hat, wird er unschlagbar sein."

Derzeit rangiert Tomas Scheckter bei noch einem verbleibenden Rennen mit 281 Punkten auf Rang 17 der IRL-Wertung. Seine beste Platzierung war ein fünfter Rang beim Saisonauftakt Ende Februar auf dem 'Homestead-Miami Speedway'. 2003 beendete er die Saison als Siebter. In jenem Jahr führte er das Indy 500 für 63 Runden an und kam als Vierter ins Ziel. Sein bisher einziges IRL-Rennen gewann Scheckter 2002 in seiner ersten Saison in Michigan.

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