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Ex-Formel-1-Pilot Surer übt scharfe Kritik an Imola

20. Oktober 2004 - 09:33 Uhr

Marc Surer versteht nicht, warum Silverstone gestrichen werden soll, wenn ein Rennen wie Imola auf dem Kalender bleibt

Marc Surer
Marc Surer fand für Imola deutliche Worte: "Wer braucht den Grand Prix?"
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Während heute bekannt wurde, dass Bernie Ecclestone den Grand Prix in Silverstone offenbar endgültig gestrichen hat, steht hinter dem Rennen in Imola weiterhin ein Fragezeichen. Ex-Formel-1-Pilot Marc Surer, heute Co-Kommentator beim Pay-TV-Sender 'Premiere', findet, dass die italienische Strecke in der Königsklasse nichts mehr zu suchen hat.

"Wer zum Teufel braucht diesen Großen Preis von San Marino?", schrieb der Schweizer in seiner aktuellen Kolumne für unsere Kollegen von der 'Motorsport aktuell'. "Wer fährt eigentlich gerne nach und in Imola? Ich kenne so gut wie keinen. Mit Ausnahme des Minardi-Teams, weil deren Fabrik im nahen Faenza steht und der chronisch unterfinanzierte Rennstall auf diese Weise einige tausend Euro Reisekosten sparen kann."

Auch die Streckenführung sei der Formel 1 nicht würdig, findet Surer, der den Kurs ironisch mit der Umfahrung von Bologna verglich: "Auch dort herrscht meistens Stop and Go." Die Umbauten der letzten Jahre seien obendrein unnötig gewesen und überzogen durchgeführt worden: "Als Folge des schwarzen Wochenendes von 1994 wurde die einstige Hochgeschwindigkeitsstrecke mit Schikanen geknebelt."

"Mechaniker riskieren ihr Leben in der schmalen Boxengasse", setzte er seinen Rundumschlag gegen Imola fort. "Das Aufstellen der Transporter hinter den Boxen muss nach einem zeitraubenden Ablauf geschehen, Platz ist entlang des Santernoflusses Mangelware, und die hinteren Teams kommen weder rein noch raus, wenn alle geparkt sind. Zudem sollte pro Land nicht mehr als ein Grand Prix ausgetragen werden", spielte er auf das zweite Italien-Rennen in Monza an.

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