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Bruno Senna hat nach erster Formel-1-Fahrt Blut geleckt

Gestern saß Bruno Senna in Interlagos zum ersten Mal in einem Formel-1-Boliden, jetzt will er selbst in die Königsklasse

Viviane und Bruno Senna
Bewegend: Bruno Senna mit Ayrtons Schwester Viviane in Interlagos
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Noch vor einem halben Jahr war der Name Bruno Senna nicht einmal in Motorsport-Fachkreisen ein Begriff, spätestens seit gestern ist er aber in aller Munde: In Anerkennung seines unvergessenen Onkels Ayrton Senna drehte der 21-Jährige vor dem Grand Prix von Brasilien eine Runde im schwarzen 86er-Lotus.

Bei vielen Brasilianern, in deren Herzen Senna immer noch präsent ist, kam dabei Gänsehaut auf: Der junge Senna hatte die Nationalflagge im Cockpit befestigt - genau so, wie sein Onkel bei seinem letzten Sieg in Interlagos vor elf Jahren. Dass das Fähnchen beim Anbremsen der zweiten Kurve verloren ging, störte niemanden. Die Zuschauer feierten Sennas Demonstrationsfahrt frenetisch, die Streckenposten packten all ihre Flaggen aus.

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"Ich kann das Gefühl gar nicht richtig beschreiben", erklärte der sichtlich bewegte Formel-BMW-Pilot gegenüber Journalisten aus aller Welt. "Es ist unerklärlich, unbeschreiblich. Dass ich heute mit diesem Auto fahren durfte, ist ein großes Privileg für mich. Ein Traum ist wahr geworden, dass ich das Formel-1-Auto von Ayrton hier in Interlagos fahren konnte. Da wäre wohl jeder Brasilianer gern an meiner Stelle gewesen."

Für seine Karriere war dies möglicherweise ein Schlüsselmoment: "Mein Ziel ist ganz klar, eines Tages in der Formel 1 zu fahren. Ich hoffe, dass ich gut genug bin, um das zu erreichen, denn nur deswegen bin ich nach England gegangen", gab er zu Protokoll. Am Lehrmeister wird es nicht scheitern: "Wir hatten auf Ayrtons Farm eine Kartbahn, wo er oft mit uns gefahren ist. Am Anfang war ich natürlich ein bisschen zu klein dafür, aber ich war auch leicht und deshalb sehr schnell."

"Ich bewahre mir keine schlechten Erinnerungen an Ayrton, nur die guten. Damit meine ich Ayrton zuhause, aber auch Ayrton im Einsatz - bei dem, was er am meisten geliebt hat, nämlich Rennfahren. Diese Erinnerungen habe ich an ihn, und ich glaube, das ist es auch, was bei den Leuten zehn Jahre nach seinem Tod noch immer hängen geblieben ist", schwelgte Senna, der nächstes Jahr in der Britischen Formel 3 an den Start gehen möchte, in Erinnerungen.

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