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Surtees: Geld regiert die Formel 1

17. September 2004 - 10:18 Uhr

Ex-Weltmeister John Surtees glaubt, dass Button wegen des Geldes wechseln möchte und wundert sicht über McLarens Superfabrik

McLaren Technology Centre
Über das 'McLaren Technology Centre' kann Surtees nur Staunen
© McLaren

(Motorsport-Total.com) - Ex-Formel-1-Weltmeister John Surtees kann immer noch nicht nachvollziehen, warum Jenson Button unbedingt von BAR-Honda zu BMW-Williams wechseln möchte, obwohl er eigentlich einen Vertrag für die Saison 2005 mit BAR besitzt: "Ich weiß immer noch nicht, weshalb er seine Einstellung gegenüber einem Team - das seine Karriere rettete, das ihm seine bisher besten Resultate ermöglichte und das auf Platz zwei im Konstrukteurs-Championat liegt - derart veränderte", so der Brite gegenüber 'vodafone racing'.

In den Augen des 70-Jährigen ist BAR-Honda ein gutes Team mit positiven Aussichten für die Zukunft: "Immerhin genießt er bei BAR auch die Unterstützung durch einen Konzern vom Kaliber Hondas, der eine gute Formel-1-Bilanz vorweisen kann. Ich sehe durchaus das Potenzial von BMW-Williams aber das ist doch nicht alles, worauf es ankommt."

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Surtees glaubt, dass seinen Landsmann das Liebe Geld zum Wechsel bewegt hat: "Ich bin unverändert der Meinung, dass - wie so oft in der Formel 1 - alles mit dem lieben Geld anfing. Und letztlich wird die Sache auch ein finanzielles Ende finden, wenn BAR eine Ausgleichszahlung erhält. Unterm Strich ist es eine riesige Enttäuschung. Speziell in Japan wird man diesen Treuebruch so empfinden. Einen positiven Aspekt gibt es letztlich natürlich auch, denn ein Fahrer muss immer 100-prozentig hinter seinem Engagement stehen."

Wenn es um das Thema Geld geht, dann fällt John Surtees gleich die neue Superfabrik von McLaren ein: "Wenn man sich die Filmaufnahmen des neuen Werks dieses Teams anschaut, dann muss man von Ron Dennis' Fähigkeiten beeindruckt sein. Ich meine die Fähigkeiten, seine Partner zur Finanzierung einer derart großzügigen und schier extravaganten Anlage überreden zu können."

"Und dies in einer Zeit, wo jedermann von Max Mosley bis unten zur Basis davon spricht, dass die Budgets unter Druck geraten, dass Einsparungen gemacht werden müssen, dass man neue Regeln braucht, die vorschreiben, dass ein Motor zwei Grand-Prix-Wochenenden durchsteht und die Reifen länger halten müssen. Ja, diese Anlage ist beeindruckend. Aber sie ist wohl nicht notwendig, um den Job so gut zu machen, wie es Ferrari demonstriert."