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Spektakulärer Heim-GP für das Minardi-Team

12. September 2004 - 19:01 Uhr

Minardi brachte in Monza mit Zsolt Baumgartner auf Platz 15 nur ein Auto ins Ziel - Feuer am Auto von Gianmaria Bruni

Zsolt Baumgartner
Kam beim Italien-Grand-Prix auf Platz 15 ins Ziel: Zsolt Baumgartner
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Einen spektakulären Italien-Grand-Prix erlebte am (heutigen) Sonntagnachmittag das Minardi-Team. Beim zweiten Boxenstopp fing das Auto von Gianmaria Bruni Feuer, woraufhin der Italiener das Rennen beendete. Teamkollege Zsolt Baumgartner fuhr das Rennen derweil bis zu Ende und hatte im Ziel auf Platz 15 drei Runden Rückstand zum Sieger.

Zsolt Baumgartner gab nach dem Rennen zu Protokoll: "Ich denke, dass wir kein zu schlechtes Rennen hatten. Es war am Anfang etwas schwierig, aber ich denke, dass wir mit Trockenreifen die richtige Wahl getroffen haben. Ich verlor auf der feuchten Strecke etwas Zeit, aber nach ein paar Runden kam der Grip wieder und ich war in der Lage, aufzuholen. Ich hatte ein wirklich gutes Rennen mit 'Gimmi'. In dem Grand Prix kämpfte ich etwas mit der Balance des Autos, aber wir waren in der Lage, die Balance während des Rennens zu verbessern. Ich bin wirklich glücklich, das ich in der Lage war, den italienischen Grand Prix wie letztes Jahr zu beenden und schaue nun nach vorne auf den Grand Prix von China, wo wir hoffentlich auch ein gutes Rennen haben werden. Insgesamt bin ich mit dem heutigen Tag zufrieden, aber vor allem bin ich glücklich, dass bei dem Feuer heute Nachmittag niemand verletzt wurde."

Sein 23-jähriger Teamkollege aus Italien erklärte nach dem Grand Prix: "Ich hatte wieder einen guten Start und nach der ersten Kurve sieben oder acht Autos überholt. Nachdem die Strecke in der Anfangsphase schnell abtrocknete, legte ich meinen ersten Boxenstopp etwas eher ein, was mich hinter Zsolt zurückwarf. Ich schloss die Lücke dann zu ihm und erwartete, dass ich ihn nach meinem zweiten Stopp überholen kann. Leider lief dann beim Tanken etwas Sprit aus. Und als der Sprit an die heißen Teile des Autos kam, fing er sofort Feuer. Glücklicher Weise wurden die Flammen sofort gelöscht, aber ich bekam etwas vom Feuerlöschschaum in meinen Helm und konnte schwer Atmen. Ich bin jetzt wieder okay, aber es ist wirklich schade für die Jungs, denn ich denke, dass wir heute ein wirklich gutes Rennen hätten sehen können."

Teamchef Paul Stoddart fügte hinzu: "Wer auch immer denkt, die Formel 1 sei langweilig, hätte heute mal die Minardi-Box beobachten sollen, als das Auto von 'Gimmi' beim zweiten Boxenstopp in Flammen stand. Die Mechaniker erledigten eine fantastische Arbeit, in dem sie die Flammen sofort löschten, aber leider atmete 'Gimmi' einige der Dämpfe ein. Zsolt fuhr derweil ein gutes Rennen und beendete den Heim-Grand-Prix von Minardi. Ich kann den Mechanikern nicht genug für ihr professionelles Verhalten und ihr schnelles Reagieren danken, was ohne Zweifel half, die Flammen schnell zu löschen. Das Team sucht im Augenblick noch nach der Ursache, um genau zu verstehen, was passiert ist."

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