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Rechtliches Nachspiel für Ford?

19. September 2004 - 13:58 Uhr

Fords plötzlicher Rückzug aus der Formel 1 könnte auch rechtliche Konsequenzen für das Unternehmen aus Detroit haben

Jaguar Racing
De Ausstieg von Jaguar/Ford könnte Konsequenzen haben
© Ford

(Motorsport-Total.com) - Der Formel-1-Ausstieg von Ford könnte rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Wahrscheinlich ist dies zwar nicht, aber prinzipiell möglich. Die Bekanntgabe des Rückzuges an einem Freitag ließ vorerst viele Fragen offen, die in den nächsten Tagen jedoch sicher gestellt werden. So hat auch Ford das derzeit gültige Concorde-Agreement unterschrieben, jenes Vertragswerk, welches unter anderem die Geldverteilung zwischen den Teams regelt.

Bei einem vorzeitigen Ausscheiden aus dem Agreement könnten die anderen Vertragsparteien durchaus Forderungen geltend machen. Am augenscheinlichsten sind dabei Forderrungen, die durch das Fernbleiben von den künftigen Rennen entstehen. Mit angenommen 16 Saisonrennen und einer Strafe von 250.000 US-Dollar für jede Nichtanwesenheit, würde sich der Betrag bis Ende 2007 auf zwölf Millionen Dollar summieren.

Das Problem des Concorde-Agreements ist jedoch, dass es ein vollständig privater Vertrag ist, in den ohne weiteres kein Außenstehender Einblick hat. Die Pleite des Arrows-Teams brachte jedoch einige Punkte während des Gerichtsprozesses ans Tageslicht. So verpflichten sich die Unterzeichner, bis zum Ablauf der Übereinkunft, also Ende 2007, aktiv zu sein.

Als Ausstieg ist nur "höhere Gewalt" angegeben, nicht jedoch finanzielle Probleme. Bei Prost und Arrows wurde auf Aktionen verzichtet, aber zu holen war dort ohnehin nichts mehr. Im Falle von Jaguar ist der Unterzeichner jedoch der Riesenkonzern Ford. Auf der anderen Seite wird der Finanzkuchen von Jaguar unter den verbleibenden Teams aufgeteilt. Es bleibt spannend, ob auf Ford noch Sanktionen zukommen.

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