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Horner bestreitet Übernahme des Jordan-Teams

14. September 2004 - 16:01 Uhr

Arden-Formel-3000-Teamchef Christian Horner will unbedingt in die Formel 1, hat aber noch keinen Rennstall aufgekauft

Christian Horner
Wird 2005 wohl noch nicht in der Formel 1 am Start sein: Christian Horner
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Heute Morgen berichtete die britische Boulevardzeitung 'Sun' übereinstimmend mit anderen Publikationen, dass Formel-3000-Teamchef Christian Horner, der mit seinem Arden-Rennstall in die Formel 1 aufsteigen möchte, das Jordan-Team hinter den Kulissen bereits gekauft hat. Ein paar Stunden später - wie immer - folgte dann aber das Dementi.

Horner wollte ursprünglich direkt mit Arden in die Königsklasse gehen, musste diesen Plan aber vor einigen Wochen fallen lassen, als klar wurde, dass die 48-Millionen-Dollar-Rücklage bei der FIA vorerst weiterhin vorgeschrieben bleibt. Also nahm er Kontakt mit Formel-1-Teams auf, weil die einzige Möglichkeit, diese Zahlung zu umgehen, die bleibt, einen bestehenden Rennstall aufzukaufen und eventuell umzubenennen, wie es BAR seinerzeit mit Tyrrell vorexerziert hat.

Zwischen Horner und Eddie Jordan hat es demnach zwar Gespräche gegeben, doch beschlossen ist noch nichts, wie der Arden-Boss unseren Kollegen von 'Autosport' verriet: "Wir ziehen alle Optionen in Betracht und es gibt drei Teams, deren langfristige Zukunft in Frage steht. Ich habe mit einigen Teams Gespräche geführt, denn es ist klar, dass wir nur durch den Kauf eines bestehenden Teams in die Formel 1 einsteigen können, wenn die 48 Millionen Dollar nicht fallen."

Man darf annehmen, dass die drei Teams, auf die sich Horner bezieht, Jordan, Minardi und Jaguar sind, wobei Jaguar in den nächsten Wochen wegfallen dürfte, da Konzernmutter Ford plant, das Formel-1-Projekt wieder auszuweiten. Auch Minardi ist aufgrund der unzureichenden Infrastruktur kein Thema, wohingegen Jordan alleine schon von den örtlichen Gegebenheiten in Silverstone her eine ideale Wahl wäre. Alle anderen Teams haben wohl keine Intentionen, an Horner zu verkaufen.

Notfalls würde Arden aber auch an der neuen GP2-Serie teilnehmen, die nächstes Jahr statt der Formel 3000 ausgetragen wird: "Wir bevorzugen eine langfristige Lösung gegenüber einer übereilten Entscheidung für die nächsten zwölf Monate. Natürlich wollen wir unsere Erfolge in der Formel 3000 als Sprungbrett in die Formel 1 nutzen, aber gleichzeitig sind wir auch hundertprozentig engagiert, was die neue GP2-Serie angeht", so Horner abschließend.

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