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Ecclestone: Rückzug von Ford war "unabwendbar"

17. September 2004 - 15:38 Uhr

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone ist alles andere als überrascht, dass Ford den Rückzug aus der Formel 1 bekannt gegeben hat

Bernie Ecclestone
Bernie Ecclestone ging mit Jaguar zuletzt immer wieder hart ins Gericht
© xpb.cc

(Motorsport-Total.com) - Formel-1-Boss Bernie Ecclestone stehen harte Zeiten bevor. An dem heute bekannt gewordenen Rückzug von Ford samt Jaguar Racing, der Motorenschmiede Cosworth und dem Elektronikspezialisten Pi aus der Formel 1 ist der Brite nicht ganz unschuldig. Der Geschäftsmann sackt den Großteil der Einnahmen aus dem Formel-1-Geschäft ein und lässt die Teams am Hungertuch nagen.

Es ist wohl nicht ganz falsch zu behaupten, dass Ecclestone den Rückzug von Ford katalysiert hat, schließlich ging er mit dem Rennstall im Verlauf der Saison des Öfteren hart in die Kritik, sprach von einer Vorstellung, die eines Werksteams und der Formel 1 nicht würdig ist. Es wäre unfair, Ford für die Entscheidung zu kritisieren, es ist die Formel-1-Organisation, die sich an die eigene Nase fassen muss.

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Für den 73-Jährigen war es "unabwendbar", dass sich Ford aus der Formel 1 zurückzieht: "Das war für mich nicht wirklich ein Schock", wird Ecclestone von 'Reuters' zitiert. Seiner Ansicht nach hat es sich Jaguar nicht leisten können, zusammen mit Jordan am Ende des Feldes zu fahren und es habe das Budget gefehlt, um ein konkurrenzfähiges Auto auf die Beine zu stellen: "Meiner Meinung nach hätten sie dieses Jahr überhaupt nicht fahren sollen."

Angesichts der Tatsache, dass zig hundert Mitarbeiter bei Jaguar ihren Hut nehmen müssen, war es in den Augen von Ecclestone logisch, dass der Konzern in diesem Zusammenhang nicht an dem teuren Formel-1-Projekt festhalten kann. Nun hofft Ecclestone, dass Jaguar Racing und Cosworth von anderen Unternehmen aufgekauft werden: "Dann wird alles in Ordnung sein."

Allerdings hat der Brite selbst seine Zweifel, ob sich angesichts der immensen Kosten in der modernen Formel 1 überhaupt ein Käufer finden wird. Und sollte sich kein Käufer finden, stünden Jordan und Minardi kommendes Jahr ohne einen Motorenpartner da und beide Teams würden in "ernsthafte Probleme" geraten, wie Ecclestone zugibt.

Weil der Formel-1-Boss den Veranstaltern ein Feld mit mindestens 20 Autos garantiert, müssten die Top-Teams ein drittes Auto an den Start schicken. Für die kleinen Teams eine Horrorvorstellung, denn das würde ihre Chance auf Punkte dramatisch reduzieren. Und auch für die Show wären drei Autos pro Top-Team kaum ideal, man stelle sich eine von Ferrari dominierte Saison mit drei roten Autos vor... Doch Ecclestone sieht ein mögliches komplettes Aus des Rennstalls nüchtern: "Das würde uns kommende Saison vielleicht 20 konkurrenzfähige Autos auf der Startaufstellung bescheren..."

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